Vermisst in Berlin - glückliches Ende
Gina-Loren ist wieder bei ihren Eltern
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Es ist für alle Beteiligten schlimm, wenn ein geliebter Mensch verschwindet. Ob es jetzt besonders schlimm ist, wenn es sich um ein Kind handelt werde ich nicht beurteilen – das steht mir nicht zu. Ein solcher Schicksalsschlag ist aber passiert.
Ehemalige Kollegen von mir mussten am vergangenen Samstag feststellen, dass ihre 12-jährige Tochter nicht nach Hause kam. Im Laufe des Abends nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Darüber hinaus haben die Beiden – aus meiner Sicht – richtig gehandelt und über ihr Facebook-Profil um Mithilfe gebeten. Durch viele viele Weiterleitungen und Kommentare zur Sachlage konnte sich die Nachricht schnell verbreiten.
Ich wollte helfen und habe einen kleinen Artikel zum Thema Gina-Loren B. vermisst verfasst.
Mit diesem Artikel im Rücken bin ich dann an die Twitter-Gemeinde herangetreten und habe auch hier um weitere Verbreitung gebeten. Darunter waren die Twitter-Accounts der Berliner Morgenpost, n-tv, n24:
@BMOnline @ntvde @n24_de Blondes Mädchen im Alter von 12 Jahren in Berlin Siemensstadt- bitte RT http://j.mp/fvndlT
Darüber hinaus habe ich auch die 4 großen Mobilfunk-Netzbetreiber, die Leute vom HilfeRT, die SNT und die SiTEL mit der einfachen Bitte um einen simplen RT angeschrieben. Ich wollte kein Geld oder ein Sponsoring für Suchmannschaften mit Infrarotkameras am Nachmittag. Es sollte ein schnöder Retweet werden:
@telekom_hilft @vodafone_de @o2worldberlin @o2online_de @base @hilfert @sntlive @sitel_worldwide bitte RT: http://j.mp/fvndlT
All die angeschriebenen Twitter-Accounts haben eine große Reichweite in Form von Followern. Wie viele haben tatsächlich reagiert?
Die SNT Deutschland AG und die Berliner Morgenpost.
Bei den Beiden Unternehmen möchte ich mich ganz besonders bedanken. Von @SNTlive kenne ich schnelle Reaktionen und die Beteiligung an derart Kampagnen – deshalb war die Teilnahme/ der RETweet für mich erfreulich aber nicht überraschend.
Die Berliner Morgenpost hat meinen Tweet nicht nur an ihre Follower (13470!) weitergegeben, sondern einen eigenen Suchartikel verfasst:
Die Polizei sucht derzeit ein elf Jahre altes Mädchen aus Spandau. Die blonde Gina-Loren wurde zuletzt am Sonnabend (19. März 2011) am U-Bahnhof Rohrdamm im Ortsteil Siemensstadt im Bezirk Spandau von zwei Klassenkameradinnen gesehen. Das sagten die beiden Mädchen später bei der Polizei aus.
Der Suchmeldung folgte dann am Abend die erleichternde Meldung, dass Gina-Loren wieder wohlbehalten bei ihren Eltern ist:
Ein elf Jahre altes Mädchen aus Berlin-Spandau, das seit Sonnabendnachmittag vermisst wurde, ist etwas mehr als 24 Stunden später wieder bei ihren Eltern. „Wir haben den Fall des vermissten Mädchens sehr ernst genommen“, sagte Polizeisprecher Martin Otter am Sonntag.
Das Thema wurde heute mit der Zusammenfassung abgeschlossen:
Nach Angaben des Polizeisprechers gab es aber zu keinem Zeitpunkt Hinweise oder Anzeichen eines Verbrechens.
Nach Informationen der Berl…
Ja, natürlich steht auch das wirtschaftliche Interesse einer Geschichte aus Berlin hinter dem Einsatz. Dennoch denke ich, dass es auch der Morgenpost-Redaktion geschuldet ist, dass das Thema in die breite Öffentlichkeit kam. Und das an einem Sonntag!
Folgt der Berliner Morgenpost auf Twitter!
Am Ende darf man wohl doch zusammenfassend behaupten, dass die sozialen Medien in diesem Fall zu einem glücklichen Ende beigetragen haben. Da ich die Privatsphäre der Familie achten möchte gibt es einen
Kurzabriss der Geschehnisse ohne tiefe Details.
Am Samstag war ein gemeinsamer Spaziergang angesetzt auf den nicht alle Familienmitglieder Lust hatten. Kommt vor. Der anschließende Besuch bei der Freundin war aber bereits genehmigt also durfte Gina hin. Dann folgte das Thema Übernachtung bei der Freundin im Verbund mit der Erlaubnis der Eltern. Die Nachfrage ob sie dort übernachten dürfe war aber leider nur vorgetäuscht – das wusste jedoch niemand ausser Gina. Bei der Übernachtungsfreundin ist Gina ja nach Kenntnis ihrer Eltern auch nicht angekommen – also haben sie dort auch nicht nach dem Verbleib der Kleinen gefragt. Sie war also über Nacht sicher aufgehoben – nur ihre Eltern nicht.
Die Suche überdauerte mit Hilfe der Kripo die ganze Nacht. Mittlerweile ist halb Siemensstadt mit den Vermisstmeldungen von Gina-Loren beklebt gewesen. Hier war der Motor des Facebook-Social-Media-Express angesprungen und viele Helfer bereits auf der Straße. Auch die Feuerwache Spandau-Süd hielt die Augen offen (vielen Dank für Euren Kommentar).
Leider hatte Gina die Plakate mit ihrem Gesicht darauf falsch interpretiert. Aus Angst vor einer eventuell bösen Reaktion ist sie also nicht nach Hause gegangen sondern wieder abgetaucht. Als sie sich bei einer anderen Freundin blicken ließ konnten ihre Eltern verständigt und Gina abgeholt werden.
Ich habe im Rahmen der Kommentare im Blog, der ReTweets und der Aktivitäten auf Facebook mitbekommen, wie viele Hilfsorganisationen – vorerst virtuell – ungeachtet der Tageszeit oder des Wochentages engagiert mitwirken und ihre Reichweiten für eine gute Sache einsetzen.
Wow!
Ganz trocken heißt es jetzt: Ende gut alles gut. Es gab Nudeln mit Tomatensauce gepaart mit einer Menge Zuneigung und Umarmungen. So darf das enden!
Meinungen zum aktuellen Artikel:"Gina-Loren ist wieder bei ihren Eltern" sind herzlich willkommen. Verfasst doch einfach einen Kommentar und teilt Eure Meinung mit Anderen. Sollten sich sachliche Fehler eingeschlichen haben freue ich mich auf Hinweise. Rechtschreibfehler darf jeder Finder gern behalten.
Dieser Artikel wurde freihändig durch die Jannewap- Redaktion (One-Man-Show) erstellt, mit den Schlagworten: Schlagwörter: Berlin und in der/den Kategorie(n): Smartphone abgelegt. Wer zu allen Themen auf dem Jannewap Blog schnell und aktuell informiert werden möchte, ist herzlich eingeladen meinen RSS-Feed zu abonnieren.
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