Samsung Galaxy Camera im Test – die Digitalkamera mit Android-Smartphone

Eine Digitalkamera mit integriertem Smartphone – das ist die Samsung Galaxy Camera, die ich für einen Test in die Finger bekommen habe. Der Unterschied zu den Galaxy Modellen (Ab Galaxy S2) ist ganz schlicht der dass hier nicht ein Smartphone mit einer passablen Kamera ausgestattet wurde sondern umgekehrt. Es ist eine Digitalkamera mit integriertem Smartphone basierend auf Google Android 4.1. Jelly Bean.

Eins vorweg: Es ist eine geile Idee eine gute Kamera in einem Smartphone zu verbauen. Dafür nehm ich ein größeres und schwereres Gerät in Kauf. Aber auch die Ansprüche an äußere und innere Werte steigen. Ich wünsche mir einen ordentlichen CMOS Sensor für die Bilderstellung und Prozessor und Arbeitsspeicher sollten der Aufgabe gewachsen sein. Ich habe hier also die knapp 300 Gramm schwere Samsung Galaxy Camera in Händen.

Samsung Galaxy Camera im Test Es ist eine kompakte Digitalkamera (auf den Bildprozessor bezogen!) mit Google Android 4.0.2 Betriebssystem. Die weiteren Fakten kommen jetzt mal im Überblick. Ich hab mich im Vorfeld durch einige Seiten wühlen müssen bevor ich alle interessanten Daten zusammen hatte.

Samsung Galaxy Camera in Weiß

    Datenblatt der Samsung Galaxy Camera

  • Modell: Samsung Galaxy Camera
  • Kennung: EK-GC100
  • Abmessungen: 128,7 mm x 70,8 mm x 19,1 mm
  • Gewicht: 300g
  • Betriebbsystem: Google Android 4.1.2 Jelly Bean
  • Prozessor: 1,4 GHz Quad-Core
  • Arbeitsspeicher: 1GB
  • interner Speicher: 8GB (teilweise bereits von Android belegt)
  • Speichererweiterung: bis zu 64GB (SDSC, SDHC, SDXC)
  • Akku: 1650 mAh, Li-Ion
  • Special: Kamera

  • Bildsensor: 7,77 mm (1/2,3 Zoll) BSI CMOS
  • Pixel: 16,3 Millionen effektiv
  • Zoom: bis zu 21x optisch
  • Bildgröße: max. 16MP 4608×3456
  • Blitz: ja, und lässt sich mechanisch ausfahren. Der Knopf an der linken Seite lässt den Blitz ausfahren
  • Objektiv

  • Brennweite (f): 4,1 ~ 86,1 mm (bezogen auf KB: 23 ~ 483 mm)
  • Blende: F2,8 ~ F5,9
  • Aufnahmemodi: 1. Auto; 2. Alltag (10 Modi): Bestes Foto, Best Faces, Schönes Porträt, Nachtmodus, Panorama, Serienbild, Blauer Himmel, Sonnenuntergang, Feuerwerk, Makro; 3. Smart Pro (5 Modi): Momentaufnahme, Wasserfall, euchtspuren, Silhouette, Farbfülle; 4. Experten (5 Modi): P, A, S, M, Video (Belichtungskorrektur); Lächel- und Blinzelerkennung
  • (noch mehr Details beim Hersteller)

Handling und Anwendungsbereiche der Galaxy Camera

Die Kamera liegt sehr gut in der Hand und lässt sich auch noch gut bedienen. Ja, der Apparat ist etwas schwerer als man es von einem Smartphone gewohnt ist. Hier hockt aber noch ein ordentliches Objektiv an der Vorderseite. Sollte man bei all der Euphorie nicht vergessen. Der Touchscreen (4,8 Zoll groß) reagiert schnell und flüssig. Das OS und auch die Kamera-Einstellungen lassen sich über bequem bedienen. Mich persönlich stört das große Objektiv auf der Rückseite nicht. Ich kann ordentlich auf dem Display umhertippeln, surfen und dann bei Bedarf auch wieder Bilder knippsen.

Ich kann nur nicht telefonieren. Das nervt, könnte aber durchaus Lizenzgründe haben. Anders kann ich es mir nicht erklären dass alle Voraussetzungen für ein Telefonmodul in der Galaxy Camera gegeben sind, die Funktion aber einfach nicht verfügbar ist. Die Kamera kann auch als mp3-Player herhalten. Der SMS Versand und Empfang funktionieren ebenfalls, genau so wie MMS.

Es ist nur das Telefon, das in der Kamera nicht funktioniert. Aber selbst die nicht eingebaute Telefonie lässt sich umgehen. Über Google Talk und Skype lässt sich zum Beispiel ebenfalls hervorragend telefonieren. Den Videoanruf kann man wegen der fehlenden Frontkamera leider knicken aber das “normale Telefonat” geht hervorragend. Die Kamera lässt sich weitestgehend automatisiert oder auch manuell bedienen und einstellen.

Dabei machen beide Möglichkeiten auch eine gute Figur. Die Smart-Voreinstellungen bereiten die Kamerakomponenten sehr gut auf die anstehende Aufgabe vor. Blende und Belichtungszeit werden voreingestellt und Farbfilter aufgeschaltet oder deaktiviert. Darüber hinaus kann ich mir den zu fokussierenden Bereich jederzeit aussuchen. Ich muss einfach nur auf das Display tippen und lege so fest welches Motiv ich gerne fokussiert dargestellt haben möchte.

Welche SIM Karte kommt in die Samsung Galaxy Camera

Der vergleichsweise kleine BSI-Bildsensor sorgt dafür dass die Bilder eben nicht mit denen einer Systemkamera oder denen einer Spiegelreflex mithalten kann. Das macht sich bei genügend Tageslicht und vor allem an der frischen Luft nicht so bemerkbar. In geschlossenen Räumen ist es dafür umso deutlicher. Ich hab Euch mal ein paar Bilder zusammen geschossen. Einmal ohne Zoom, dann mit 21x optischem Zoom.

Testbilder der Samsung Galaxy Camera mit dem Schwerpunkt: Zoom

Das Bild zeigt den Bereich rund um die Wilhelmgalerie in Potsdam am Platz der Einheit mit Blickrichtung Hotel Mercure und Alter Markt. Das Filmmuseum im Hintergrund. Der Zoom ist schon beeindruckend. Wenn man das Bild mit Vollzoom nicht mit Stativ anfertigt steigt die Gefahr dass es verwackelt. Darüber hinaus ist es doch ziemlich matschig, durch ein-zwei Korrekturen am Rechner ist das aber schnell gelöst und was doch noch Brauchbares gezaubert.

Potsdam Wilhelmgalerie am Platz der Einheit

Potsdam Platz der Einheit mit Blickrichtung Filmmuseum

Potsdam Brandenburger Straße mit Blickrichtung Bassinplatz

Samsung Galaxy Camera

Broadway Potsdam

Dank WLAN und 3G mobil vernetzt

Ich find’s toll dass ich Bilder, die ich mit einer richtigen Kamera geschossen habe auch direkt mit den sozialen Netzwerken teilen kann. Eine “große” Kamera macht ja mitunter doch schönere Bilder als die eingebauten Kameras in Smartphones. So werden die geteilten Bilder noch schöner und können auch bei nur geringem Restlicht (zum Beispiel im Biertempel Deines Vertrauens) sofort hochgeladen werden. Da hilft wieder der Blitz.

Mein Fazit zur Samsung Galaxy Camera:

Samsung Galaxy Camera Micro USB AnschlussDie Samsung Galaxy Camera ist ein guter und lobenswerter Ansatz. Nochmal: es ist eine vollwertige Kamera mit einer beeindruckenden Zoomleistung ausgerüstet mit vernünftiger Hardware (Prozessor und Arbeitsspeicher). Der interne Speicher von 8GB sorgt dafür dass Du Dir nicht sofort eine neue MicroSD-Karte zulegen brauchst. Das reicht für 1-2 Schnappschüsse. Der Micro-SIM-Slot sorgt für den nötigen mobilen Zugriff aufs Internet und die Teilnahme am virtuellen sozialen Leben.

Aber: Der Platz für den USB-Anschluß ist unglücklich gewählt. Das Kabel steht rechts raus. Damit kann ich die Kamera mit meiner Hand nicht mehr vernünftig umschließen während ich sie auflade oder am Rechner zu hängen habe. Das ist selten, kommt aber vor. Und genau dann nervt es tierisch. Dass kein Telefonmodul verbaut wurde stört mich ebenfalls. Bei dem Preis von derzeit ca. 370€ bin ich bereits im Preissektor einer Systemkamera wie der NX11 oder NX200 von Samsung. Wenn ich also eh noch ein zusätzliches Telefon mit mir herumschleppen muss – fehlt mir für den hohen Preis der Mehrwert.

Wer das Netz aber ungestört genießen will, an seinen Fotos schrauben möchte und keinen Bock hat, während dessen Anrufe zu erhalten sollte zugreifen. Dann ist es das perfekte Gerät, diese Samsung Galaxy Camera.


Jannewap am 24. Februar 2013

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2 Responses

  1. Katrin sagt:

    Ich würde gerne mal ein bis zwei Negativpunkte dazupacken,…
    Im Großen & Ganzen bin ich ganz zufrieden mit der Kamera, auch wenn ich sagen muss: Preis-/Leistungsverhältnis geht mal gar nicht!!!

    Ein Beispiel: ich bin begeisterte DropBox-Userin,… hab schliesslich damals mit dem Kauf meines SAMSUNG Galaxy S3 ordentlich Speicherplatz mit dazubekommen,… Praktisch ist es auch und funktionieren tut es bisher auch von “überall” her…

    Bei meinem iPhone damals und auch auf meinem SAMSUNG Galaxy S3 alles prima mit der DropBox Handhabe,… ich rufe die App auf, werde um Eingabe meines Passwortes gebeten und alles ist schick,…
    Bei der SG Kamera hingegen packt irgendein verflixtes Programm die in der DropBox hinterlegten Bilder einfach mit in die (Foto)Galerie rein,… das ist doch Käse, denn nicht umsonst schiebe ich unter anderem Bilder in die DropBox und habe diese PW-geschützt,…
    Nun hat quasi jeder Zugriff auf meine DropBox-Fotos, dem ich Zugriff auf meine Kamera gewähre,… (oder ist das evtl. ein Layer 8 Ding?,… ich nehme gerne alles entgegen ^^)

    Was blöd ist, ist das fehlende Zubehör,… es gab nirgends eine optimale Tasche/Hülle dafür (mag inzwischen anders sein), so dass ich mir mit einer handelsüblichen 8,00 € Nintendo DS Hartschalenhülle weiterhelfen musste (inzwischen allerdings liebe ich sie, denn da passen noch Kabel und Ersazuakku problemlos mit rein und lieber Hartschale, als nur flapsiges Leder als Schutz für das teure Ding)…

    Zu deiner Anmerkung mit der Aufladeproblematik,.. Kabel im Weg… Hmm, dazu muss ich sagen gab es den prima Service von SAMSUNG,… bei Kauf der Kamera hat man einen Link mitgesandt bekommen, über den man ein extra Akku + separater Ladestation kostenlos anfordern konnte … habe ich natürlich auch sofort gemacht und bin zufrieden,… finde es nur eben komisch, dass ich eine Farbauswahl zwischen schwarz und weiss angeboten bekam,… weiss auswählte und eine schwarze Ladestation zugeschickt bekam,… hmmm :-)

    Was “umständlich” ist, ist die Tatsache, wenn ich mal “schnell” ein Bild aufnehmen mag um bei ebay Kleinanzeigen etwas einzustellen,… dieses Bild muss ich vor dem Hochladen mit einem mitgeliefertem Programm/App bearbeiten und auf mind. 50% minimieren, da eben die Auflösung so extrem hoch ist,… was an anderen Stellen widerum perfekt ist.

    Die mitgelieferten Programme/Apps sind echt prima und dadurch dass ich einfachen Zugriff auf den Playstore habe, machen Spielereien mit Apps wie z.B. Triggertrap mit der Kamera noch viel mehr Laune, als mit dem SG S3 :-)

    Wenn jemand genauso laienhaft ist wie ich, was die Fotografie anbetrifft, hätte es eine 80,00 € DigiCam auch getan,.. aber man ist ja lernfähig und auf dem besten Wege die Vorteile/Funktionen der Kamera kennenzulernen und zu nutzen…

    Wenn es hier ein paar interne ExpertenTipps gibt,… immer her damit – denn lesen von Handbüchern war gestern,… ich lebe im Heute ^^

    PS. Ich hätte nun noch vieles mehr schreiben können, aber das soll für das erste erstmal reichen ^^

    LG

  1. 25. März 2013

    [...] 179,00€ ist der handliche Drucker sicher kein Schnäppchen aber wie die Samsung Galaxy Camera ein guter Anfang für eine neue Generation von mobilen (also transportablen) Geräten. Ich hoffe, [...]

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