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Google Chrome und die Daten der Nutzer – UPDATE


Das Google die Nutzungsdaten der User sammelt ist kein Geheimnis. Schließlich macht nicht einmal Google selbst einen Hehl daraus. Das ist durch mehrere Maßnahmen möglich. Jeder Chrome Browser verfügt über eine eigene Kennung, welche übermittelt wird- selbst wenn der Google Chrome Nutzer an keinem Google Konto angemeldet ist. Dadurch lässt sich personalisierte Werbung einwandfrei platzieren.

Ich hatte am heutigen Morgen knapp 40 Google Chrome- relevante Artikel in meinem Google Reader- aber dass weiß Google sicherlich schon längst. 🙂 Ich kann die Aufregung um die Google- Datensammelei nicht so richtig verstehen. Einerseits find ich es nicht so richtig toll wenn alles von mir aufgezeichnet wird. Andererseits passiert das doch allerorts sowieso schon. Ich finde es ziemlich gut, dass ich besuchte Seiten wiederfinde. Ich hab mich schon oft geärgert, dass ich vergessen hatte, einen Favoriten anzulegen und mich dann erfolglos totgesucht hatte.

Es kann ja sein, dass ich irgend einen elementaren Faktor übersehen habe, oder zu blauäugig durch unsere Welt stolpere- aber das sind doch die Zeichen der Zeit. Der Staat verglast uns, die Schufa tut es, Microsoft ist mit dabei, jeder Internet Provider ist dazu in der Lage, jeder Mobilfunkbetreiber kann es und jetzt kommt halt Google hinzu.

Ich möchte wirklich einige Meinungen einsammeln- also kommentiert bitte!

******************************UPDATE #1******************************

Ich habe einige Kommentare sammeln können und rudere jetzt mal ein wenig zurück. Ich kann die Aufregung um das Thema Datenschutz sehr gut verstehen- ich stehe dieser Angelegenheit nur etwas ohnmächtig gegenüber. Ich befinde mich dort jedoch in bester Gesellschaft, denn ich denke dass es vielen so geht. Oft bleibt einem nur, sich darüber zu ärgern- denn ändern geht selten. Erdlöcher sind aus der Mode und das Abschotten von der Aussenwelt macht einsam. Die völlige Anonymmität im Internet scheint nicht gegeben. Das ein Browseranbieter die Erfassung aller Herren Daten praktiziert ist aus der (Google)-Unternehmenssicht bestimmt verständlich, aber das heiligste, unsere Privatsphäre wird so mit Füssen getreten und missbraucht.

******************************/UPDATE #1******************************

Mehr zum Thema:

Links, zwo, drei, vier

******************************UPDATE #2******************************

Eindeutige Google-Chrome Nummer löschen – Google ein Bein stellen

Alles muss Tante Google nun auch nicht wissen. Über die Infoseite „Golem“ kam jetzt die Info, wie man eine der spionierenden Eigenarten von IM Google Chrome deaktivieren kann.

Dort findet sich folgende Anleitung:

„Google Chrome legt die sogenannte Chrome-ID in der Datei „Local State“ ab. Diese findet sich auf Windows-XP-Rechnern unter X:\Dokumente und Einstellungen\NUTZER\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Google\Chrome\User Data und auf Windows-Vista-Maschinen unter X:\Users\NUTZER\AppData\Local\Google\Chrome\User Data. Dabei steht X für den Laufwerksbuchstaben, auf dem das Betriebssystem installiert ist, und NUTZER repräsentiert den angemeldeten Benutzernamen.

Anm.: Es ist unbedingt notwendig, dass die versteckten Ordner angezeigt werden, sonst kann man den Ordner „Lokale Einstellungen“ und „Anwendungsdaten“ nicht finden!!!!!

Bevor „Local State“ in einem Editor geöffnet wird, sollte der Browser beendet werden. Nun springt man in der Datei zu dem Bereich „user_experience_metrics“. In diesem Segment speichert Google Chrome die Kennnummern des Browsers ab und zwar in den Zeilen „client_id“ und „client_id_timestamp“. Die Zahlen in den Anführungszeichen können gelöscht werden, so dass der obere Eintrag folgendermaßen aussieht: „client_id“: „“,

Nachdem die Datei abgespeichert wurde, muss der Schreibschutz gesetzt werden. Ansonsten aktualisiert Google Chrome die Datei und schreibt wieder eine Kennung hinein. So einfach ist der Nutzer die Chrome-ID nicht los. Denn Googles Browser legt eine Kopie an, wenn die Software keinen Zugriff auf die Datei „Local State“ hat. Nachdem der Browser einmal gestartet und wieder beendet wurde, liegt nun auch die Datei „Local State.tmp“ in dem oben angegebenen Verzeichnis. Nun muss auch diese Datei in einem Editor geöffnet werden, damit auch darin die Chrome-ID gemäß der obigen Beschreibung entfernt werden kann. Auch hier muss die Datei nach dem Abspeichern mit einem Schreibschutz versehen werden, weil der Browser ansonsten wieder eine Kennnummer in die Datei hineinschreibt. Durch die Löschung der Chrome-ID in Googles Browser sollte es dem Konzern schwerer fallen, Daten zu sammeln, die eindeutig zugeordnet werden können. Stichproben zeigten, dass der Browser auch nach Entfernen der Chrome-ID wie gewohnt funktionierte und es keine Einschränkungen gab.
Quelle und Originaltext: Golem.de

******************************/UPDATE #2******************************

******************************UPDATE #3******************************

Selbst von Seiten der Bundesministerien wird mittlerweile vom Gebrauch von Google Chrome abgeraten.

******************************/UPDATE #3******************************

Veröffentlicht inSmartphone


"Google Chrome und die Daten der Nutzer – UPDATE" wurde am 3. September 2008 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

7 Kommentare

  1. Thomas Thomas

    Ich bin der Meinung „Never change a running system“ und somit bleibe ich bei meinem Favoriten Firefox! Wenn ich mir den Chrome raufmachen wuerde, dann sicherlich noch nicht jetzt, sind noch zu wenig Plugins etc verfuegbar. Aber wir werden ja sehen was aus dem ganzen wird. Viel mehr interessiert mich da schon Google Andoid 🙂

  2. Also was die datensammlerei angeht muß ich sagen das ich diese „macht doch eh jeder und ich hab nix zu verberge“ einstellung ziemlich daneben finde. Klar ist es so das überall unsere daten gesammelt werden, aber muß ich es deswegen gleich akzepieren nur weil ich vermeintlich nichts dagegen machen kann?! Und um es gleich vorweg zu sagen…ja ich nutze auch google als suchmaschine 🙂 Trotzdem ist es mir nicht schnuppe was mit meinen daten passiert und es ist ja auch nicht immer nur google. Gesammelt wird ja, wie du auch schreibst, überall. Das ist doch echt pervers oder? Mensch von uns können komplette profile angelegt werden und es wird immmer heftiger. Dazu fällt mir grade eine folge des hörbuches „offenbarung23“ ein die ich zufällig genau heute gehört habe. Der titel ist „Ausgespäht und Ausgetrickst“ da geht es genau um sowas. Ist im übrigen eine super interessante hörbuchreihe die da erstellt wurde. Ohuuuu back to topic…ich hasse diese sammelei meiner daten, und einschränken kann ich sie nur im kleinen. Zum beispiel nutze ich keine paybackkarte und beteilige mich an absolut keinem bonussystem. Ich nutze google nur wenn es wirklich nötig ist und ich werfe nicht mit meinen persönlichen daten im netz rum. Wir sollten uns alle diese sammlerei nicht gefallen lassen, ich denke das wird irgendwann mal ganz böse damit enden.

  3. Google Chrome unsicher: Bundesamt warnt vor Google Chrome!…

    Google Chrome Warung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Das BSI hat jetzt öffentlich vor der Nutzung des neuen Google Browsers Crome gewarnt. Nach Einschätzung der Behörde ist gerade bei der täglichen Nutz…

  4. […] Er rockt einfach nicht! Der sonst tolle Browser zeigt mir das o2 Communication Center einfach nicht sauber an. Er hatte schon bei seinem Release der Opera 9.5 Version fast alle Hoffnung zerstört. Auch der Google/Reader reagiert entweder stark verzögert oder braucht ewig, das CSS zu laden. Ich hab die Hoffnung jetzt aufgegeben und bleibe beim 3. Fuchs. Google kann sich ja mit seinem Chrome offensichtlich auch nicht benehmen […]

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