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Soft Skill Kurse für Mitarbeiter von Behörden gefordert – DRINGEND!


Das wäre DAS Wahlkampfversprechen! Wenn eine Partei in ihrem Wahlkampfprogramm eine Aussage einarbeiten würde:

Wir sorgen dafür, dass alle Mitarbeiter von Behörden eine Soft Skill Schulung bekommen. Anschließend werden die Ziele Schulungen durch regelmäßige Qualitätssicherungsmaßnahmen gesichert und verbessert!

Ich würde diese Partei wählen! Ohne Wenn und Aber! Ich bin immer wieder angeekelt wie abartig Behördenmitarbeiter mit Anfragen umgehen. Dabei ist es egal ob man persönlich vorstellig wird oder sich telefonisch mit den Verhaltensnullen auseinandersetzt. Hallo?!? Ihr seid nicht übertoll und wir (Bürger) sind nicht der stressende und störende Pöbel! Wir erhalten Eure Jobs! Der Staat hatte einst eine Idee indem er Eure Ämter in Agenturen umbenannt hat. Da ging es nicht nur um Namensänderungen sondern um eine Änderung des Bildes nach aussen! Ihr stört und verzögert diesen Prozess und schädigt nicht nur Euren eigenen Ruf, sondern auch den Eurer Stadt! Es heisst nicht Amt- es heisst AGENTUR!

In Agenturen geht es um Kundenbetreuung das ist wenn man Kunden (ihr kennt das unter Antragssteller) betreut bis ein Anliegen zur beiderseitigen Zufriedenheit gelöst hat- nicht Abarbeitung nicht Verwaltung! Solch ein Umgang wäre für jedes Unternehmen der Supergau und würde in die Insolvenz führen. Ihr untragbar für jedes Dienstleistungsunternehmen- denn kein Auftraggeber würde seine Kunden einem Unternehmen anvertrauen, dass Mitarbeiter mit Euren Verhaltensgrundsätzen beschäftigt!

Wir kennen den Umgang mit diesem schwierigen Thema aus den Medien. Das Amt (RTL) ging zum Ende der 90’er Jahre satirisch mit dieser Thematik an die Öffentlichkeit. Dem Zuschauer wurde in einem Komödienspiel suggeriert worauf er sich einstellen kann, wenn er es mit einer Behörde zu tun bekommt.

Hier im Märkisch Heimatland kennt man auch Baumann und Klausen – die „Kultbeamten“ aus dem BB-Radio. Bei Baumann und Klausen ist Tag für Tag zu hören, wie sich die Beiden anstrengen sich die Arbeit vom Hals zu halten und dabei literweise Kaffee durch ihren Verdauungstrakt zu transportieren. Sogar eine Bühnenshow gibt es mit den Beiden: Die Wende in 90 Minuten ist der Name dieses komödiantischen Machwerks. Weitere Audio-CDs sind seit langem auf dem Markt und schmücken sich mit Titeln wie: Bitte nicht stören oder Das Schlaraffenamt. Ich gebe gern zu, dass ich mir die Beiden gern anhöre auch wenn die Witze in letzter Zeit ein wenig nachgelassen haben und durchschaubar wurden. Ich muss mich aber auch nur selten mit Behörden auseinander setzen. Ich war neulich im Bürgerservice meiner schönen Heimatstadt Werder (Havel). Dort habe ich Mitarbeiter erlebt, die sich um mein Anliegen (einfache Ummeldung zu einer neuen Adresse) gekümmert haben. Ein gutes Erlebnis!

Wie schlecht müssen sich aber all die Menschen fühlen, die Euch Benimm-Ignoranten nicht einfach aus dem Weg gehen können sondern immer mit denen zu tun haben!? Die Menschen die Euch und Eure Tiraden ertragen müssen weil es an Alternativen mangelt! Sichert Ihr Euch dieses elendige Verhalten eigentlich durch den Leitsatz: Ohne Behörde kann hier keiner- mein Job ist sicher!? Ich befürchte ja. Es muss die Hölle sein! Geht Ihr in Eurer üppigen Freizeit eigentlich auch so mit Euren Freunden, Bekannten und Verwandten um? Ich hoffe nicht…

Ich hoffe, einige von Euch lesen diesen Artikel und fassen sich an die eigene Nase. Wenn Ihr keine Ahnung habt, was ich mit den Worten „Kundenbetreuung“, „Anliegen gelöst“ und dergleichen meine- fragt in Eurer Umgebung, klingelt beim Nachbar’n oder sprecht Leute auf der Straße an- die werden Euch dann sicher aufklären.

Aufruf an alle Amtsleiter: Wenn sie die hier beschriebene Thematik kennen und diese ändern wollen, besprechen Sie Thematik bitte (wenn nötig) mit Ihrem Chef und kaufen sich Soft Skill Trainer ein! Freundliche Mitarbeiter in Behörden stärken auch ein gutes Image der Stadt oder Gemeinde!

Eine Umfrage zum Schluss: Geht Ihr eigentlich auch zur Mittagspause oder wird bei Euch durchgeschlafen?
Tschüss und baba!

Veröffentlicht inSmartphone


"Soft Skill Kurse für Mitarbeiter von Behörden gefordert – DRINGEND!" wurde am 16. September 2009 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

2 Kommentare

  1. Im Artikel schreibe ich mitunter sehr global. Diese Ausführungen beziehem sich natürlich nicht auf alle Mitarbeiter von Behörden.

    Es sind nur leider zu viele um das Ganze Thema zu ignorieren oder als „Kann-mal-vorkommen-Fall“ abzutun.

    Als Bürger habe ich viele Negativ-Erfahrungen sammeln können- als Mitarbeiter eines Unternehmens, das mit Behörden zusammen arbeitet konnte ich auch positive Erfahrungen machen.

    Ich weiß also dass die Damen und Herren anders können.
    Ein Mind-Change muss in die deutschen Amtsstuben einziehen.

    Gerne wird die „Servicewüste-Deutschland“ an den Pranger gestellt. Aber kaum jemand befasst sich mit der „Servicewüste-Behörde“!

    Wie oft muss ich hören: „Da hätten sie gestern vorbeikommen müssen, heute machen wir so etwas nicht.“ Das geht anders.

    Formulierungsvorschlag: „Oh ja, schön dass sie anrufen. Die entsprechende Stelle ist immer von XX-XX in der Zeit von XX:XX – XX:XX für sie geöffnet.“

    Selbe Aussage aber angenehm formuliert!

    Unfreundlichkeit eine milde Form des Hasses und eine extreme Form der Dummheit!

  2. Mosine Mosine

    Oh je, da hast du dich aber sehr aufgeregt.
    Ich kann das nachvollziehen.
    Man sollte an die Mitarbeiter noch weitergeben, dass es Körpersprache gibt. Ein Lächeln ist total klasse und entspannend. Immer für beide Seiten.
    Es würde ja schon reichen, wenn die Mitarbeiter mal Literatur bekommen. Ich schlage vor Watzlawik: Anleitung zum Unglücklich sein

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