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0137 und der Irrsinn mit den Call-In Nummern


„Rufen Sie an unter: 0137….“
Wer kennt diese Aufforderung nicht? Jeder, der keine Glotze hat! Wer ist das? Kaum jemand! So isses! Und so wird Tag für Tag vom durchschnittsdeutschen Mobiltelefon irgendeine 0137er Nummer gewählt.

Und wofür? Meist für Nichts! Diese Call-In Nummern dienen oft und gern dazu, dem Anrufer so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu leiern. Warum auch nicht? Wer auf’s Kreuz gelegt werden möchte, der wird es auch. Immer wieder schallt es aus dem Fernseher: „Rufen Sie an! Es ist ganz einfach! Jeder kann gewinnen!“.

Jetzt gerade auch wieder. Hier wird in einer TV-Show dazu aufgerufen, für seinen Liebling anzurufen, damit dieser in der Show bleibt und in Kürze das zig-fache an Geld verdient, was sein Anrufer (sein zukünftiger Fan!) für dessen nächste Telefonrechnung zu bezahlen hat. Von mir aus, das darf jeder gerne für sich selbst entscheiden.

In ein paar Stunden gehen die „Sag-mir-ein-Tier-dessen-Namen-mit-A-beginnt-Shows“ wieder los. Auch hier ist es vermeintlich ganz einfach zu gewinnen, eigentlich gewinnen alle… und immer… und sowieso jeder!!! Und auch hier fallen wieder endlos viele Menschen auf den Call-In-Markt herein.
Das witzige und die eigentliche Wahrheit ist ja, dass man den Produzenten der Shows gar keinen Vorwurf machen kann.
Der Anrufer finanziert das Fortbestehen dieser Formate ja mit und trägt somit einen bestimmten Anteil der Kosten der Show.

Jeder potentielle Anrufer wird vorab über die anfallenden Kosten für einen Anruf zu einer 0137er Nummer informiert. Es sind Preise auf dem FN der DTAG angegeben. Dann erfolgt der Hinweis, dass der Anruf aus dem Mobilfunknetz ungleich höher ist. Ich zahle als Kunde meines mögigen Netzbetreibers Telefónica o2 Germany zum Beispiel 49ct/ Min. und einmalig 49ct für die Einwahl in das Gespräch. Das ist dann also knapp 1 Euro Kosten pro Anruf dafür, dass jemand anderes reich wird, ah ok… NÖ!

01379 und seine Kosten- Wie sinnig ist ein Anruf

Ich habe in meinem Leben genau einmal eine 0137er Nummer gewählt. Es war eine speziell geschaltete Spendenhotline. Der Anruf dort kostete eine Einmalgebühr von 5,00€ und damit war es dann auch gut. Für mich transparent und eine schnelle Möglichkeit zu spenden. Das ist aus meiner Sicht ok.

Ein trauriger Gruß geht an die Mitarbeiter der telefonischen Kundenbetreuungen der Mobilfunker. Sie dürfen sich immer wieder mit denen herumschlagen, die es nicht wahrhaben wollen, dass sie 10 oder 20 oder 150 Mal für ihren „Liebling“ angerufen haben. Vielleicht sind sie auch 50 Mal der „Großen Gewinnchance“ hinterher gerannt und kriegen jetzt die dicke Rechnung dafür. Dann heisst es wieder einmal: „Ich habe da nicht angerufen! Naja, vielleicht ein- oder zwei Mal. Was ist das eigentlich für eine Nummer? Kann ja eigentlich gar nicht sein. Da war ich nicht zuhause. Da war ich unterwegs. Und überhaupt, das war ich gar nicht! Die Kobolde, die fiesen kleinen Säcke haben mein Telefon gestohlen und diese Nummer gewählt… BESTIMMT!“ Nehmen Sie das von der Rechnung runter oder ich gehe zum Anwalt…!.

Ich bin in Gedanken bei Euch…!

Veröffentlicht inSmartphone


"0137 und der Irrsinn mit den Call-In Nummern" wurde am 28. Februar 2010 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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