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Massive Nutzung des o2o – Kündigung bei unangemessener Nutzung


Wer seine Flatrate o2 o massiv nutzt, kann von o2 gekündigt werden. Diese reißerische Schlagzeile geistert in diesen Tagen heiter durchs Netz. Bezugnehmend auf einen Stiftung WarenTEST aus dem Jahre 2009 flattern die Grenzwerte 900 Minuten und 500 SMS pro Monat durchs Netz. Jetzt geht natürlich das Geschrei der Mitberber und Netzgazetten los – es wird Angst geschürt – Alles Humbug!

o2 hat bisher niemanden, der seinen o2-Anschluß häufig bis sehr häufig nutzt gesperrt oder gar gekündigt. Das wäre sicher auch nicht im Sinne von o2. Der Fairness halber darf hier aber angemerkt sein, dass es bereits Kündigungen von o2 wegen unangemessener Nutzung gab. Das ist aber nicht gestern oder vorgestern geschehen. Das fand zu Zeiten statt, als es noch die guten alten LOOP Easy Money Karten gab.

o2o Flatrate und die Gefahr der Kündigung bei MißbrauchEasy Money funktioniere so: Du wirst angerufen und bekommst für eine halbe Stunde eingehender Telefonie 50ct gutgeschrieben. Wer sich also seine Breiftasche auf Kosten von o2 füllen wollte, hat einfach einen Tarif genutzt, der eine Flatrate zum o2-Netz hat. Das Telefonat zur LOOP Karte mit Easy Money Funktion wurde aufgebaut, das Telefon hingelegt und das Telefonat einfach laufen gelassen. Damit konnten 2 Euro pro Anruf (bei o2 erfolgt eine Zwangstreffnung des Telefonats nach dem Erreichen von 120 Minuten) auf die LOOP-Karte aufgeladen werden. Der Nutzer der Karte (das war dann häufig auch die Person, der die Flatrate gehörte) konnte das erschlichene Guthaben nun vertelefonieren oder es sich nach seiner Kündigung bei o2 LOOP auszahlen lassen.

Das ist so nicht zulässig und entspricht auch nicht der normalen Bereitstellung von Mobilfunkleistungen (AGB von o2). Hier steht unter dem Punkt 5.3.d

[…]nicht zur dauerhaften Herstellung von Sprach- oder Datenverbindungen im Sinne einer Standleitung nutzen, bei denen der Anrufer oder der Angerufene aufgrund des Anrufs oder der Dauer des Anrufs Zahlungen oder andere vermögenswerte Gegenleistungen Dritter erhält.

Das heisst, dass missbräuchliche Nutzung im Sinne einer Standleitung verständlicherweise von o2 geahndet wird. Es kostet nicht nur Geld (das ist ein o2-Problem und kann dem Endkunden erstmal egal sein) sondern belegt auch Kapazitäten. Und wenn jemand nicht telefonieren kann – ist das Geschrei wiedermal groß.

Also ist und bleibt der o2o eine Flatrate und wer die Flat so nutzt, wie es der Normalsterbliche versteht, braucht sich auch keine Sorgen zu machen dass er gekündigt wird.

Veröffentlicht inTarife


"Massive Nutzung des o2o – Kündigung bei unangemessener Nutzung" wurde am 20. November 2010 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

9 Kommentare

  1. Das ändert trotzdem nichts an dem Statement von o2! Laut teltarif hat o2 den Passus gelöscht und zurückgerudert, Begründung „Mehr Transparenz für den Kunden!“ ?! Das ist doch totaler Quatsch, man darf sowas nicht als Flatrate deklarieren und dann so eine Meldung bringen. Das Kündigungen wegen unangemessener Nutzung okay sind sagt einem eigentlich der normale Menschenverstand. Aber wenn man als Normalnutzer diese Klitsche vor die Nase gesetzt bekommt, wär ich stinksauer und würde direkt kündigen. Es gibt mittlerweile eh bessere Angebote. Simyo – 35 €, SMS, Telefonie UND Internet. o2 muss da unbedingt was machen…

    • Du hast es erfasst:

      Teltarif hat das gemeldet! Ich bin nicht der o2 Anwalt aber ich habe Verständnis für die Maßnahme dass diese unglückliche Zahl von den o2 Seiten gelöscht wurde. Wer „nur einem“ Berichterstatter glauben möchte, den kann ich hier auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Wer sich, wie ich, die o2 Hotliner zum Thema befragt kriegt aber seine Beruhigung.

      Ich allein produziere ca. 300 Gesprächsminuten und 160 SMS im Monat. Beim mobilen Datenvolumen kratze ich an der GByte-Grenze die ich im Internet Pack M+ habe. Ich telefoniere aber nich inflationär, ich glaube nicht einmal intensiv. Ich verstehe mich als „normalen“ Kunden. ein Heavy-User wird also um einVielfaches mehr vertelefonieren.

      Wenn meine Beobachtungen nicht falsch sind gibt es die Diskussionen eh erst seit der Teltarif-Sichtung und anschließender Meldung. Der Stein ist also durch einen Artikel und nicht durch eine Kündigung ins Rollen gebracht worden.

      Und wenn wir hier auf Twitter wären, hätte meine Antwort so ausgesehen: #o2o #Kündigung #Kirche #Dorf 😉

  2. Hehe;) Ja teltarif ist ja nicht umsonst die BILD Zeitung der Mobilfunkbranche. Und ohne den Artikel hätte es sicher keiner gemerkt. Trotzdem ist das ein sehr sehr komische Move von o2, dann mit Transparenz zu werben, es verunsichert die Kunden extrem.

  3. O2-ExKunde O2-ExKunde

    Auch wenn das Thema recht alt ist, bin ich eben darauf gestossen, weil ich mich darüber im Netz informieren wollte….

    Also, O2 hat sich heute bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass sie meinen Vertrag kündigen wollen. Ich würde zuviel telefonieren und simsen…!
    Ich habe O2o. Soviel zum Thema Airbag!!!!

    Ach ja, sie kündigen mir zwar, würden mich aber gern als Kunden behalten.
    Das bedeutet, sie wollen mich als Kunden, mit meinem Telefonier-Verhalten, aber mit bitte mehr Geld.

    Hab denen natürlich gleich gesagt, dass ich nicht daran interessiert bin irgend einen Vertrag mit ihnen abzuschließen, nachdem ich fast 10Jahre bei o2 bin, meine Eltern und einige meiner Freunde zu o2 gebracht habe und mir nun gekündigt wird, weil ich den Airbag nutze, der mir angeboten wird…

    Soviel zum Thema, dass das nur eine Falschmeldung gewesen sein soll!

    • Gibt es dazu Schriftstücke?
      Kannst/willst Du Auszüge aus diesen mal presigeben?
      Das würde mich schwer interessieren was genau man Dir vorwirft.

  4. aysebal aysebal

    also,

    ich will mich zu dem ganzen auch äußern, habe vor einiger Zeit einen anruf von o2 bekommen, dass mein vertrag gekündigt wird, da ich zu viel telefoniere, habe den o2o tarif mit dem kostenairbag inkl.globalfriends im airbag, telefoniere max 2,5-3std am tag, und sms wenn überhaupt keine 20stück im monat, habe versucht mit denen kompromiss zu schliessen: allerdings hieß es, die sache ist so beschlossen mit der kündigung und da kann man nichts mehr machen, kann mir da mal jemand sagen, in wiefern dies erklärbar ist und warum man bei einer flatrate auf die telefonzeit achten muss

  5. mikel111 mikel111

    Ich habe heute eine Kündigung von O2 erhalten.
    Auf Rückfrage wurde mir erklärt, dass der Anschluß zu massiv genutzt wird und der Kostenairbag nur dafür sei wenn man ab und zu zuviel telefoniert! Wozu bieten die denn eine Flatrate oder „Kostenairbag“ an? Nur um Kunden zu locken?
    Bei 0,15 EUR/min MUSS ich viel telefonieren, um die Minutenpreise über den „Kostenairbag“ zu senken!!
    Ich denke da wird Gewinnmaximierung betrieben und ich werde mir wohl oder übel einen anderen Anbieter suchen – natürlich für alle anderen O2-Verträge auch.
    Und O2 werde ich wohl in Zukunft wie die Pest meiden!

  6. Kasulja Kasulja

    Mir wurde jetzt auch der Vertrag gekündigt, weil ich zu viel telefoniert habe angeblich. Also es ist keine Falschmeldung gewesen.

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