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Bitkom-Studie – 72.000.000 alte Handys vergammeln in deutschen Schubladen


Ein Bitkom-Studie veröffentlicht die beeindruckende Zahl von 72.000.000 Telefonen, die unbenutzt in Deutschlands Haushalten liegen und da vor sich hin gammeln. Der Verbraucher gibt sein altes Telefon einfach nicht ab. Das ist offenbar höchst verwerflich und unethisch.

In den Telefonen befinden sich unter anderem auch wertvolle Edelmetalle, die wiederverwertet werden können. Warum gibt man sie nicht zurück? Das ist der Tenor dieses Bitkom-Artikels. Dazu fällt mir fast nur eins ein: WTF!? Warum werde ich ein altes Telefon wohl nicht einfach so zurückgeben? Weil ich es bezahlt habe! Es ist meins! Ich zahle doch nicht ein Telefon doch nicht ab um es, nachdem ich endlich nicht nur Besitzer sondern Eigentümer bin, einfach wieder zurückzugeben. Das wäre ja noch schöner. Es gibt zwei griffige Anreize sich von seinen alten Telefonen zu trennen:

  1. Umweltschutz und Unterstützung. Hier möchte ich aber gern befragt werden ob ich das möchte. Ein Artikel in dem mir vorgeworfen wird dass ich mein Eigentum behalte ist wohl kaum der richtige Weg!
  2. GELD! Stinknormales und allseits beliebt und benötigtes GELD!. Bezahlt mir einfach Geld für mein altes Telefon. Dann bin ich bereit es heraus zu geben.

Im Artikel selbst wird es ja offen kommuniziert. Man möchte die Edelmetalle (Gold, Silber (alles nicht so billig)) während des Handy Recycling entfernen und weiter verarbeiten. Damit, liebe Feunde, generiere ich aber einen Mehrwert von dem ich nicht sicher sein kann, dass er tatsächlich für wohltätige Zwecke eingesetzt wird. Viel naheliegender ist doch, dass die Edelmetalle extrahiert werden und dann gewinnbringend verbaut und verkauft werden.

Die Geräte wurden irgendwann ausgemustert und werden seitdem aufbewahrt. „Es ist absolut verständlich, dass die Verbraucher funktionsfähige Geräte zunächst einmal aufheben, bevor sie zurückgegeben werden“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer dieses Phänomen. „Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass die Geräte anderswo noch sinnvoll eingesetzt werden könnten.“
Quelle: www.bitkom.org

Das heißt doch zusammengefasst und heruntergebrochen, dass ich etwas kaufe/abzahle nur um es dann kostenfrei wieder abzugeben. Kommt ja gar nicht in die Tüte! Um mich hier mal kurz zu erklären. Auch ich habe bereits an einem Handy-Rückgabemodell teilgenommen. Das hieß damals Can recycle und kam von o2.

In dieser Situation kam aber o2 auf mich zu, stellte mir einen frankierten Handybeutel zur Verfügung und es war gut. Da mache ich dann auch gern mit. Aber die Botschaft aus dieser Studie wirkt nicht als ob man informieren sondern eher vorwerfen möchte. Die Botschaft hinter der Aussage „72.000.000 Handys in deutschen Schubladen“ hat für mich einen klaren Zeigefingercharakter. Nö, danke! Dann stell ich mich stur und lege einfach mal meine Alttelefone aus der Schublade heraus auf dem Boden aus und kichere hysterisch vor mich hin….


UPDATE: 28.11.2010

Teltarif hat sich des Themas ebenfalls angenommen und ein paar Quellen gepetzt, bei denen man tatsächlich noch Geld für sein altes Telefon bekommen kann. Das sollte man auch nutzen. Wenn ich mir nämlich nicht sicher sein kann, dass mein Telefon wohltätig eingesetzt oder verarbeitet wird – gibt’s für mich nur diese Option.

Teltarif schreibt hier:

Alternativ wendet sich der Verkäufer an die Webseite wirkaufens.de. Hier bekommt der Kunde für das selbe iPhone-Modell in gutem Zustand und komplett mit Zubehör 261 Euro. Für den Vorgänger des Motorola Milestone 2 zahlt wirkaufens.de 162 Euro, zonzoo hingegen nur rund 55 Euro. Ein Vergleich lohnt sich also auch hier.
Vor dem Verkauf fragen sowohl wirkaufens.de, als auch zonzoo, beim Kunden nach in welchem Zustand sich das Gerät befindet

Guter Tipp, Teltarif. Diesmal gibt’s ein ehrliches Dankeschön von mir. Da werd ich mich mal direkt an www.wirkaufens.de und/oder www.zonzoo.de. Vielleicht können oder wollen die Herrschaften von meiner üppigen Nokia-Altgeräte-Sammlung partzipieren 🙂

Veröffentlicht inSmartphone


"Bitkom-Studie – 72.000.000 alte Handys vergammeln in deutschen Schubladen" wurde am 25. November 2010 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

10 Kommentare

  1. piesty piesty

    *hust* Ich hätte da noch ein SE K750i in der Schublade… sogar mit Original-Karton, schade um das schöne Altpapier.

  2. Ich hab mich mal direkt bei wirkaufens.de umgeschaut und wollte ihnen mein schönes Nokia 8210 verkaufen.

    Sie kennen das Telefon nicht! WTF!?

    Aber über das Kontaktformular konnte ich meine Bitte äußern:

    Hallo zusammen,

    ich habe Eure Seite über eine Teltarif Empfehlung gefunden und frage mich, was Ihr für einen Packen alter Nokias zahlen wollt.

    Leider kennt Eure Suchmaschine nicht einmal einen Klassiker wie das Nokia 8210.

    Wollt Ihr mal lesen und Euch melden?
    Meine angegebenen Daten sind echt.

    VG

    Mal schauen ob mir wirkaufens.de überhaupt antwortet. Wär‘ ja fesch 😉

  3. hugo hugo

    Das ist doch bloss eine versuchte Abzocke von Unwissenden. Durch die Stützung des Gerätepreises durch den Mobilvertrag haben die Leute die Relation der Kosten verloren. Das versuchen die halt auszunutzen.
    Spinner wie geben dir ein paar Euro für ein ein Jahr altes Nokia und verklappen es dann teuer bei Ebay. Einfach nur dummdreist.

  4. Zonzoo und Wirkaufens sind ja auch nur 2 von vielen Anbietern. Wer sein Handy verkaufen möchte sollte vorher einfach bei allen Anbietern die Preise vergleichen, am besten geht das Wohl auf http://www.handyverkauf.net , da sind alle Anbieter getestet.

  5. […] einem Gesetz in Konflikt – aber das versteht sich ja wohl von selbst).Das Zitat aus meinem Bitkom-Artikel vom November 2010 lautete: Es gibt zwei griffige Anreize sich von seinen alten Telefonen zu […]

  6. […] 83 Millionen Handys in deutschen Schubladen schlummern (2010 sprach man übrigens noch von “nur” 72 Millionen) es ist und bleibt meine Sache was ich mit meinem ausgemusterten Telefon anstelle. Eine leere Dose […]

  7. Richtig Hugo! Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten um sein Handy sofort zu verkaufen. Es gibt auch viele Blogs bzw. Forums, welches super Diskussionen über das Thema geben und viele Tipps und Erfahrungen beschrieben werden.

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