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Update – Twitter – knappe Texte aber klare Worte


So isses mit Twitter. Sag was Du denkst, verteile Links und verteile Bilder, Videos und Töne. Seit 2006 können User aus der ganzen Welt in 140 Zeichen das vob sich geben was sie wollen. Immer wieder erlangt Twitter als Medium des Social Web so etwas wie Weltruhm.

Neuigkeiten werden kurz und knapp eingestellt und weiter verteilt. Hierbei ist es sogar unwichtig wie viele Leute Deine Tweets lesen. Es müssen nur die richtigen sein. Bei Katastrophen (Japan) und weltpolitischen Ereignissen (Tod von Osama Bin Laden) war es das Netzwerk Twitter, über das die Nachricht in Windeseile über den Erdball verteilt wurde. Machmal gibts auch freud’sche Fehltritte. So wurde zum Beispiel der Tod von „Obama Bin Laden“ aus dem deutschen Kanzleramt bekannt getwittert.

Twitter Logo PNGSo ein Tweet kann ja wieder gelöscht werden – ist hier auch geschehen – aber was einmal im Netz ist, ist nunmal im Netz und vielleicht – wie hier auch geschehen – schon tausendfach kopiert, gescreenshotted und weiterverteilt (retweeted). Und weil es so ein wirkungsvoller Fehltritt war, gibt’s die Backpfeife gleich nochmal:

Quelle: Stuttgarter Nachrichten:
„#Kanzlerin: Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt“.

Aber warum hat der ortsübliche Twitterer eigentlich gerade einmal 140 Zeichen Platz für seinen Tweet oder ReTweet? Das ist ziemlich einfach zu erklären: Twitter sollte sich am Kurznachrichtendienst SMS orientieren. Bei einer SMS stehen dem Nutzer 160 Zeichen für seine Botschaft zur Verfügung. Das sollte auch bei Twitter so sein.

Um den Laden aber zu finanzieren oder finanziell kukrativ zu machen sollten dem Kunden 140 Zeichen zur freien Verfügung stehen. Die verbleibenden 20 Zeichen waren für Werbung vorgesehen. So wäre jeder Tweet auch ein Werbeträger. Nur ist das bis heute nicht umgesetzt worden. Warum? Weis der Geier….

Die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis kennen wir ja bereits von der höchst erfolgreichen CD. Diese sollte ursprünglich eine Kapazität besitzen, die 70 Minuten Musik speichern und wiedergeben konnte. Der Erfinder der CD war aber ein Fan vom alten Beethoven und seiner 9. Sinfonie. Und die dauert nun einmal ganze 74 Minuten. Und so kann man seine klassische CD heute nit ganzen 74 Minuten Musik vollpacken. So einfach isses 🙂

Entsprechender Wiki-Artikel:
Um 1978 wurde die Länge der von Philips und Sony eingeführten CD auf Vorschlag des damaligen Sony-Vizepräsidenten Norio Ohga auf 74 Minuten festgelegt, um die 9. Sinfonie vollständig und ohne CD-Wechsel hören zu können. Ausschlaggebend war die längste Aufnahme mit dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler, entstanden am 29. Juli 1951 während der Bayreuther Festspiele. Die Aufnahme dauert exakt 74 Minuten und war zuvor auf zwei Langspielplatten erhältlich.

Twitter ist nichts spezifisches. Es ist ein Nachrichtenportal, eine Linkplattform, ein hervorragender Tummelplatz für Spammer, ein Chat, ein Platz für Seitenhiebe, Frechheiten, Anerkennung… und allem was so in Wort und Schrift gepfercht werden kann.

Laß Dir von anderen nichts erzählen und beachte für Dich einfach folgenden Twitter-Leitsatz:
Twitter ist dein Kommunikationskanal. Mach was du willst und lass dir auch von keinem A- oder B- oder C-Twitterer vorschreiben, wie du zu twittern hast. Auch nicht von mir oder sonst wem.

Ihr findet mich natürlich auch auf Twitter – und zwar genau hier: @jannewap

– – – – – UPDATE – – – – –

Hab ich fast vergessen zu erwähnen. Das geilste an Twitter sind die Hashtags. Das sind die Zauberwörter die ein #-Zeichen vorangestellt bekommen. Hiermit werden Stichworte und Themen hervorgehoben, die dem Gegenüber ins Auge stechen sollen. Und die Dinger sparen wertvollen Platz – man erinnere sich bitte an die Stichzahl 140. Wenn man also kurz und knackig vermitteln möchte, dass es drunter und drüber geht, wenn die Verantwortlichen nicht im Hause sind benutzt man auf Twitter einfach #Katze #Haus #Maus #Tisch

Veröffentlicht inSoziale Netzwerke


"Update – Twitter – knappe Texte aber klare Worte" wurde am 16. Mai 2011 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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