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Regierung will Facebook öffentliche Veranstaltungen verbieten… oder so


Unsere Bundesregierung versucht den Social-Media-Flashmobs Herr zu werden. Wir alle haben die ungewollten Feten von Thessa und Co. mitbekommen. Sie und andere Facebook-User haben versehentlich Feste über Facebook als öffentlich angelegt. Die Facebook-Gemeinde fand das witzig und erschien prompt am Fetenort.

Im Fall von Thessas kleiner Geburtstagsfete waren es knapp 15.000 Besucher. Blöd. Aus der Fete wurde ein wirklich großes „Straßenfest“ inklusive der üblichen „Ausfallerscheinungen“ von (sturz)besoffenen Jugendlichen und Keilereien. Soweit so lästig. Wer aber zahlt die Einsätze der Polizei, der Feuerwehr und der restliche Rettungskräfte? Richtig: Wir – die Steuerzahler!

Genau da sieht unsere Bundesregierung (in persona Frau Ilse Aigner) auch das Problem. Theoretisch ist ja jeder in der Lage eine Party zu erstellen, versehentlich als öffentlich zu deklarieren und somit nicht nur ein unangemeldetes Straßenfest „organisieren“ sondern auch eine ruppiges Loch in unseren deren Staatshaushalt. Zuerst muss die Staatsmacht nämlich von der Fete wissen, dann müssen die Hundertschaften rangeschafft werden und zu guter Letzt muss der ganze Müll, der bei dem ganzen Heidenei entstanden ist auch noch von irgend jemandem beseitigt werden.

Wenn Schäden entstehen, kann der Einlader zwar zur Verantwortung gezogen werden, dafür muss der aber identifiziert und ausfindig gemacht werden. Das ist leichter gesagt als getan denn alle Facebook-Daten inklusive der Userdaten liegen in den USA. Ilse Aigner wagt zwar den Vortoß in die Öffenlichket, aber Sanktionen können nicht angedroht werden. Dazu fehlt einfach eine rechtliche Handhabe.

Man könnte Facebook als Portal für die Nutzung in Deutschland ja sperren – aber über solch eine Maßnahme denkt ja niemand ernsthaft nach. Schließlich sind wir hier in Deutschland ja ein beträchtlicher Teil der freien Welt, nä!? Also muss eine andere Lösung her:

Facebook zur Änderung der Grundeinstellung bewegen – so geht’s vielleicht.

750.000.000 aktive User verzeichnet das Facebook weltweit (Stand Juni 2011). Und jeder dieser User kann eine öffentliche Party in Facebook anlegen und somit zu einem Social-Media-Flashmob einladen. Auch jeder in einem anderen Land für Feten im eigenen oder irgend einem anderen Land. Hier sollte sich Frau Aigner vielleicht mal mit Vertretern anderer Landesregierungen zusammen tun und dann gemeinsam mit der Staatengemeinschaft und beim Herrn Zuckerberg mit einem herzlichen Bittebitte im Täschchen um eine Änderung der Veranstaltungsvoreinstellungen werben. Alleine ein deutscher Vorstoß würde sicher verpuffen.

(via)

Veröffentlicht inSoziale NetzwerkeSport


"Regierung will Facebook öffentliche Veranstaltungen verbieten… oder so" wurde am 10. Juli 2011 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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