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Müssen Blogger gute Fotografen sein?


Ein Blogger braucht Bilder. Die lockern einen Artikel auf, verdeutlichen dem Leser worüber der Blogger in seinen Artikeln eigentlich schreibt und manche Blogs beschäftigen sich dann hauptsächlich mit der Fotografie. Fotos beziehungsweise Bilder gehören einfach zu einem Artikel dazu. Aber wie gut müssen sie sein?

Reichen Schnappschüsse oder muss man hier vorher in eine Ausbildung? Muss ein Blogger wirklich zwangsläufig ein guter Fotograf sein? Ich stelle mir die Frage seit ich mit meiner Bloggerei angefangen habe. Der Sache will ich jetzt auf den Grund gehen und rausfinden ob ein Blogger auch ein guter Fotograf sein sollte oder sogar sein muss. Welches Foto-Know-How gehört dazu, welches Equipment ist von Nöten? Was geht, was muss sein?

Die These: Um einen Artikel zu schreiben braucht es kein Bild. Der Leser und nicht zuletzt auch Suchmaschinen mögen Artikel mit Bildern aber mehr. Außerdem ist ein Artikel mit Bild einfach schöner, und optisch angenehmer zu lesen. Artikel, die nur wenig Text habe, wirken mit einem Bild größer. Wir sind uns also einig, dass zu einem Artikel ein Bild gehört. Was muss das für ein Bild sein? Gibt’s da Regeln, Vorschriften, Empfehlungen? Welche Kamera muss für ein Artikelbild verwendet werden? Reicht eine Handykamera oder sollte es eine Kompaktkamera oder eine Spiegelreflexkamera sein? Welche fotografische Vorbildung braucht der „Knippser“?

Die Basics: In meinem Blog geht es meist nicht um Fotos oder große Dokumentationen. Ich habe deshalb hauptsächlich quadratisch zugeschnittene Bilder, die im Format 300×300 Pixel in den Text eingebunden werden. Man kann sie nicht zoomen, denn 300px reichen für ein Artikelbild eigentlich aus.

Das heisst, dass mir hier eine Schnappschussmaschine ausreicht. Mit der Kamera des HTC Desire S bin ich bei ausreichender Beleuchtung bestens bedient. Die 5 Megapixel-Kamera und das „Blitzlicht“ schaffen genug Schärfe und Beleuchtung um ein passables Foto zu zaubern. Das reicht für meine Ansprüche.

Wenn es dann doch mal etwas mehr sein darf und wenn ich sie gerade bei der Hand habe, nutze ich meine digitale Kompaktkamera Casio Exilim EX-ZR 10. 12 Megapixel, ein grandioser Zoom (7-fach optischer Zoom mit mechanischer Bildstabilisierung (Super Zoom (äquivalent zu 14-fach) durch Super Resolution)) und ein einstellbarer Blitz machen das Teil zu einem hervorragenden Helfer, der die Reise auch in der Hosentasche ab kann und keinen Schaden nimmt. Darüber hinaus ist die ZR10 in knapp 4,5 Sekunden betriebsbereit. Schnell, robust, fertig. Jetzt muss ich sie nur noch wie’n Großer bedienen können.

Knippser oder Fotograf? Welche Basics sollte man als Blogger beherrschen?

Viel theoretisches Vorwissen habe ich auf diesem Gebiet nicht. Müsste ich meine Art zu fotografieren definieren und dabei Begriffe aus Angriffstaktiken im Krieg verwenden, müsste ich mich wohl oder übel als ein Guerilla-Fotograf bezeichnen. Draufknipsen und wegrennen. Das ist meine ganze Fotokunst. Das ist nich‘ so dolle und macht mir auch keinen Spaß. Um bei der Formulierung zu bleiben: Ich wäre gerne Scharfschützen-Fotograf. Anschleichen, Lage auskundschaften, das optimale Fleckchen finden und im richtigen Moment abdrücken – das wäre toll.

Dazu gehört aber Fachwissen. Wissen über die vefügbaren Arten von Kameras, der optimale Einsatz der richtigen Kamera zu einer bestimmten Gelegenheit. Die richtigen Lichtverhältnisse, die optimale Ausrichtung eines Objektes. Wurde der Goldene Schnitt angewandt und eingehalten und so weiter und so weiter. Genau an diesem „Und so weiter…“ scheitert dann leider auch meine Investitionsbereitschaft immer und immer wieder.

Wie eignet man sich dieses Wissen an? Klar, entweder man wird zum Schatten eines Fotografs und begleitet ihn eine Zeit lang auf Schritt und Tritt oder man liest sich selber in das Thema ein und probiert sich aus. Beides hat mit Investitionen zu tun. Investition in Zeit und in Geld.

Was gehört zu einer Grundausstattung eines werdenden Fotografen?

Manche werden mir ein Kameramodell nennen und gleich noch Zusatzkomponenten benennen, die „man haben muss“. Zu allererst brauche ich theoretisches Wissen! Und das so aufgearbeitet, dass möglichst wenig Zeit verschwendet wird. Damit erlerne ich die Grundbausteine der Fotografie und entscheide dann nach und nach, welche Kameras ich kaufe, welche Zusatzkomponenten ich anschaffe und so weiter und so weiter.

Somikon, Fotozelt,Stativ,Casio Exilim EX-ZR10,Manfrotto Stativ

Eine erste Seite wurde mir bereits von @frolleinb empfohlen. Auf Wihtewall.com werden die technischen Notwendigkeiten und Ideen von speziellen Aufnahmen erläutert. Wenn man seine Vokabeln dann auch gelernt hat, ist das hier bereits ziemlich hilfreich und nützlich. Wer kennt der Seiten mehr? Ich bin gespannt und lernwillig.

  1. Wie steht Ihr zu diesem Thema?
  2. Wo beginnt man?
  3. Wie habt Ihr Eure Fotokunst erlernt?
  4. Welche Seiten im Web helfen wirklich weiter?
  5. Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion.
Veröffentlicht inBlogzeugWeb, TV, Foto, Musik


"Müssen Blogger gute Fotografen sein?" wurde am 3. Dezember 2011 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

6 Kommentare

  1. Ich denke wer sich Fotograf schimpft sollte auch entsprechende Bilder abliefern. In meinen privaten Blogs kommen auch mal Fotos vor die nicht so prall sind, im Schiffblog sorg ich für ausreichende Qualität um die Seriösität zu wahren und auf meinem Fotoblog (http://www.wepner-fotografie.de) landet so die beste Auswahl aber auch mal ein schöner Schnappschuss.

    Mit was man fotografiert ist letztlich Wurst finde ich. Ich mach meine Schnappschüsse mit einem iPhone 4G und hab da schon sau gute Bilder rausbekommen, da muss das Licht aber auch passen, ansonsten fotografiere ich mit einer Nikon D5000 und einer Canon Powershot SX230 die auch sehr gute Abbildungsleistungen hat.

    Letztlich muss man wissen was man für Ansprüche hat. Mir macht fotografieren Spaß, ich hab aber letztlich keine Ahnung davon, ich spiele viel mit den Einstellungen und bekomme als Belohnung hin und wieder richtig tolle Fotos. Ansonsten fotografiere ich einfach drauf los und achte auf keine Techniken oder ähnliches.

  2. Kommt ganz darauf an was man für Ansprüche hat und wozu man die Bilder verwenden möchte.

    Für die meisten Artikel reichen bei mir Schnappschüsse. In meinem Foodblog Gastro-LE.de allerdings habe ich selber mehr Ansprüche und möchte gute Bilder haben. Da muss ich selbst noch an mir arbeiten, allerdings fehlt auch eine gute Kamera. Habe leider nur eine Nikon Coolpix P50 und das ist eben keine Spiegelreflex mit passendem Objektiv etc.

    LG Daniel

  3. Ich denke, dass ein guter Blogger sein Bildmaterial selber erstellen sollte. Bei der Qualität kommt es auf den eigenen Anspruch an. Für http://www.rad-ab.com nutze ich eine Canon 450D. Für Videos leihe ich mir eine JVC Everio Full HD (inkl. 3D) aus (wobei ich da zu 99,9% nur 2D mit filme.

  4. Danke für den Blick hinter deine Kulissen. Ich glaube wir müssen morgen nochmal was bequatschen 😉

  5. Mel Mel

    Hey,
    danke für diesen Artikel – das ist eine Frage, die sich viel mehr Leute mal stellen sollten! 😉
    Ich stelle oft fest, daß viele Leute Bilder ins Netz stellen, die einfach nicht das zeigen, was sie sollten. Dabei ist die Frage nach dem technischen Equipment gar nicht soooo wichtig. (Sagt sich leicht, wenn man toll ausgestattet ist…) Aber mal im ernst: wenn man einen Blick für Motive hat, kann man auch mit einer Einwegkamera tolle Bilder machen.
    Mein Tipp:
    Einmal überlegen, was man zeigen möchte – der Rest gehört nicht aufs Bild.
    Ich glaube, für einen interessanten Artikel ist eher wichtig, daß man was zu sagen hat, als ein technisch perfektes Foto abzuliefern.
    Um mit wenig Aufwand die eigenen Bilder herzeigbarer zu gestalten kann ich Scott Kelbys „Digitale Fotografie“ empfehlen.

  6. […] und habe das Ding direkt geordert.Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Gedanken ob ein Blogger auch ein guter Fotograf sein muss. Das Thema Fotografie reizt mich doch sehr. Leider ist dieses Feld kein Hobby, bei dem […]

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