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Rauchen verboten – elektrische Zigaretten am Arbeitsplatz untersagt


Nicht nur für den Raucher einer elektrischen Zigarette scheint das Imitat eine gute Alternative zur echten Zigarette zu sein. Aber allen Vorteilen und gesundheitlichen Vorteilen (eine Verbrennung findet nicht statt) zum Trotz gibt’s wie immer Ärger.

Das genüssliche Ziehen am elektrischen Glimmstengel ruft natürlich dann sofort wieder die Neider auf den Plan. Rauchen am Arbeitsplatz? Das ist doch verboten!? Dass es sich hier um ungefährlichen und dazu auch noch geruchlosen Dampf handelt braucht man den keifenden Herrschaften wohl nicht zu erklären. Wer’s nicht kapieren will, wird’s auch nicht tun. Batman Butler Alfred sagte in The Dark Knight sehr passend: „Manche wollen die Welt einfach brennen sehen“. Qualm Dampf ist nicht genug.

Jetzt kommt’s wieder auf den Arbeitgeber an. Schließlich gibt es ja auch Arbeitgeber, die die „verrauchte“ Zeit hinten raus arbeiten lassen. Es wäre unter diesen Umständen schon eine Hilfe, wenn der Raucher Dampfer seinen Platz gar nicht erst verlassen müsste. Der Arbeitgeber kann von seinem Hausrecht Gebrauch machen kann und das Dampfen am Arbeitsplatz sehr wohl untersagen. Der sollte darauf achten, dass er in seinen Entscheidungen aber transparent und fair ist und bleibt. Kommt ja vor, dass Wasser gepredigt und Wein gesoffen wird. Immer auf die Raucher.

Leider wird diese Entscheidunsfindung von der Politik/Tabaklobby auch noch angefeuert, denn die Alternative zur Zigarette geriet jüngst in den Fokus gewisser Hersteller von Rauchentwöhnungsmitteln wie Nikotinkaugummis und Nikotinpflaster. Hierzu wird die E-Zigarette zur großen Gefahr. Wohl nicht primär für den Konsumenten sondern viel eher für den Staat und sein Finanzkonzept.

Tutsi schreibt zu E-Zigarette und Politik: Stimmungsmache gegen die elektronische Zigarette:
[…]Wenn aber eine Millionen Raucher weniger rauchen, werden auch entsprechend weniger Zigaretten erworben und somit auch weniger Tabaksteuern bezahlt, was sich bei dieser Masse an Konsumenten der elektronischen Zigarette und etwa 70% Steuern und Abgaben pro verkaufter Schachtel sich recht schnell summiert und genau aus diesem Grund wird seit einiger Zeit von Politik und Tabakindustrie gezielt Stimmung gegen die E-Zigarette gemacht![…]

Angesichts der zu erwartenden Verluste, die durch das Umsteigen auf die elektrische Zigarette entstehen werden, kann ich den Widerstand von oben schon wieder verstehen (nicht im Sinne von Einverständnis sondern Erkenntnis). Den Herrschaften muss ja ziemlich die Muffe gehen dass auf einmal so ein großer Gewinneinbruch zu erwarten ist.

Es gibt aber auch hierfür Alternativen: Similar stellt keine elektrischen Zigaretten her. Es handelt sich eben nicht um elekrische Zigaretten sondern um einen Zigarettenersatz. Die „Zigarette“ qualmt und dampft nicht – ist optisch einer echten Zigarette aber nachempfunden und dürfte in den Händen eines Rauchers somit ungefähr die gleiche Befriedigung bescheren – hoffentlich. Ich glaube, dass ich auch die mal ausprobieren werde. Nikotin ist ja enthalten, so dass zumindest ein rauchähnlicher Effekt zu erwarten ist.

Da die Teile nicht dampfen sondern nur leergenuckelt werden, bin ich gespannt wie man ein Verbot bei dieser Art des Nikotinkonsums durchsetzen möchte. Wahrscheinlich werden dann in absehbarer Zeit aber Patrouillen eingesetzt, die harmlose Kugelschreiber-Nuckler von fiesen qualm- und dampffreien illegalen „Rauchern“ unterscheiden und zur Rechenschaft ziehen sollen.

Es lebe die totale Überwachung! Für das Durchsetzen von Verboten braucht man scheinbar gar keine Stasi 2.0 – es reicht der neidische Nachbar. Kennt ja jeder irgendwie.

Veröffentlicht inOffline


"Rauchen verboten – elektrische Zigaretten am Arbeitsplatz untersagt" wurde am 17. Februar 2012 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

3 Kommentare

  1. Bummi Bummi

    Ich bin seid fast 3 Wochen mit der E Ziggi unterwegs und muss somit erwähnen das ich seid dem kein Nikotin und auch keine Qualmende Ziggi mehr angerührt habe. Ich fühle mich besser und kann auch ohne zu Husten jetzt bis in meine geliebte 5. Etage laufen. Ich stehe morgends auf und greife nicht zu einem Sargnagel oder auch Glimmstengel (es reizt mich auch ehrlich gesagt nicht)!

    Nachteil ist und ich hätte nie gedacht sowas mal zu sagen, mich stört tatsächlich der Geruch eines Rauchers und ganz extrem wenn meine Freundin eine Geraucht hat der Mundgeruch. Es ist nicht dieser Typische Geruch den man als Raucher kennt, wenn ein anderer Raucher von draussen herreinkommt, es ist eine völlig neue Erfahrung und ich glaube nur Nichtraucher kennen diesen. Ich finde es schaade das man als E Ziggi verwender auf die gleiche Stufe wie die Raucher gestellt wird. Schließlich gibt es Deos oder auch Parfumes die extremer riechen als der Dampf der aus der E Ziggi kommt wenn andere überhaupt ein Geruch merken.

    Auch die Ausreden das die E Ziggi wahrscheinlich genauso Gesundheitsschädlich sein soll wie eine echte kann ich mir nicht erklären. Wie kommt man zu solchen aussagen. Ich denke an Klebstoff schnüffeln sowie am Nuckel lutschen (macht ja schließlich schiefe Zähne) ist in der Hinsicht gefährlicher. Auch habe ich gemerkt das man als E Ziggi nutzer weitaus weniger Pausen macht was die Effektivität ja für den Arbeitgeber nur Steigern kann. Aber zurück zum Gesundheitsstand. Das zum Teil dagegen gehetzt wird aufgrund der Kosten die, die Bundesregierung aufgrund des Verlustes der Tabaksteuer machen das leuchtet sogar ein aber ich kann mir nicht vorstellen wenn E Ziggis so Gefährlich wären würde man sie so nicht auf den Markt bringen.

    Zum zweiten wenn man mal auf der Packung der sogenannten Liquide schaut und diese ergooglet kommen Sachen wie Ätherische Öle, Geruchsverstärker usw zum Vorschein. Ja Mensch zu 75 % besteht die Flasche aus einer Substanz (Propylenglycol)die Hauptsächlich in Wasserpfeiffentabak und Lebensmitteln verwendet wird bekannt unter der Bezeichnung E 1520 was übrigends auch auf ihrer Zahnpastatube zu finden ist. 1,2-Propandiol (Propylenglycol ist nur ein anderer Name aber die gleiche Substanz) darf als Trägerstoff und Trägerlösungsmittel für Farbstoffe, Antioxidationsmittel, Emulgatoren und Enzyme verwendet werden. Wegen seiner im Vergleich zu Ethylenglycol geringeren Giftigkeit wird es – gemischt mit Wasser – als Wärmeträgermedium in der Solarthermie oder in Kühlanlagen in der Lebensmittelverarbeitung verwendet. Der Rest vom Inhalt der auf der sogenannten Liquidflasche für E-Ziggis enthalten ist sind zum Teil Öle mit Aromatischen düften und das Mittel das dafür sorgt das es verdampft wird.

    Dampfen ist es denn nun Gesundheitsschädlich oder nicht? Da das bis jetzt noch nicht bewiesen wurde gibt es aber evtl. schon die ersten Argumente mit dem Rauchen aufzuhören und mit dem Dampfen zu beginnen.
    Das Aroma-Liquid einer elektrischen Zigarette enthält zu rund 90% Propylenglycol. Die antimikrobielle Wirksamkeit dieses Stoffes untersuchte Dr. Oswald Hope Robertson bereits 1942 an der Universitätsklinik von Chicago. Seine Studie belegt, dass Propyleneglycol verschiedene Erkrankungen der Atemwege wie z.B. Lungenentzündung oder Grippe verhindern kann, wenn es verdunstet und inhaliert wird.

    Dr. Robertson ist nicht gerade ein medizinischer Nobody. Während des 1. Weltkriegs führte er an der französischen Front Untersuchungen zur Haltbarkeitmachung von Blutkonserven durch, die ihm den Titel “Erfinder der Blutbank” verschafft haben. Über die Studie berichtete das renommierte TIME-Magazin in seiner Ausgabe vom 16. November 1942. Dr. Robertson besprühte eine Gruppe von Mäusen zunächst mit Propylenglycol und danach mit Grippe-Viren. Alle Mäuse überlebten. Dann versprühte er in der identischen Versuchsanordnung alleine die Grippe-Viren. Alle Mäuse starben. Um die Langzeitauswirkungen einer permanenten Inhalation von Propylenglycol zu untersuchen, studierte Dr. Robertson im Anschluss die Wirkung des Propylenglycol-Dampfes auf Affen, die er sich von der Universität von Puerto Ricos “School of Tropical Medicine” besorgt hatte. Nach vielen Monaten mit Propylenglycol-Bedampfung waren die Affen “glücklicher und fetter als je zuvor”.

    Einsatz in Zahnpasta und Nebelmaschienen!

    Der von Dr. Roberts untersuchte Stoff Propylenglycol ist (1,2-Propandiol) ist eine klare, farblose, nahezu geruchlose und stark wasserbindende Flüssigkeit. Sie wird beispielsweise bei der Herstellung von Kaugummi und Zahnpasta und seit neuestem sogar als Futterzusatz für Milchkühe verwendet. Neben der für elektrische Zigaretten sehr wichtigen Eigenschaft, Aromastoffe zu binden, ist diese Substanz für den “Rauch” einer elektrischen Zigarette verantwortlich. Abgeschaut wurde diese Eigenschaft bei professionellen Nebelmaschinen, die beim Training für Feuerwehrleute und Bühneneffekte eingesetzt werden und die allesamt auf Propylenglycol-Basis arbeiten.

    Ein sehr interessanter Untersuchungsansatz wäre jetzt natürlich, ob “künstlich benebelte” Menschen wie Discjockeys oder Bühnentechniker tatsächlich vom Schweinegrippe-Virus verschont werden.

    Quelle:
    Erfahrungsbericht von mir selbst
    http://www.elektronische-zigaretten.net/schutzt-die-elektrische-zigarette-vor-der-schweinegrippe/240
    Wikipedia

  2. Ron Ron

    Ich möchte nur eine Aussage von Bummi kommentieren – ungeachtet der Frage nach der tatsächlichen Schädlichkeit von E-Zigaretten:

    „wenn E Ziggis so Gefährlich wären würde man sie so nicht auf den Markt bringen.“

    Die (Tabak-)Zigaretten SIND auf dem Markt!
    Dass diese für alle Beteiligten (und vor allem auch die Unbeteiligten) schädlich sind, ist bekannt und erwiesen.
    (Ich könnte mir denken, dass die entsprechenden Steuereinnahmen da eine gewisse Rolle spielen – aber was weiß ich schon.)

    Nebenbei bemerkt wäre es auch nicht das erste Mal, dass Produkte mit unvorhersehbaren Nebeneffekten auf den Markt gebracht werden. Ich denke da allein an FCKW.

    Was die Markteinführung neuer Produkte angeht, vertraue ich also sicherlich nicht den dafür zuständigen Instanzen.

  3. Simon Simon

    Ich hab vor 1 Woche E-Zigaretten bestellt. Bisher kein Problem – und bin ziemlich sicher, ich werde auch keine haben. Wie viele Unfälle sind eigentlich passiert? So lang ich weiß, nur dieser. Also… Gefahr liegt bei jedem Gerät, gehört quasi dazu. Dampfen wird verboten, weil es ein Stigma gibt, wenn es um Rauchen geht. Und das ist auch ok bei mir, so lange als keine Panik umsonst verbreitet wird. Ich wird denn draußen dampfen bzw. rauchen, dann krieg ich auch ein bißchen frische Luft.

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