Zum Inhalt

SMS Nachfolger – Wer braucht oder will Joyn?


Soso, mit SMS verdienen die Netzbetreiber also nicht mehr genug. Die SMS-Flatrates und Messaging Alternativen wie WhatsApp und iMessage sorgen für beängstigende Gewinneinbrüche bei den Mobilfunkern. Jetzt soll Joyn – der Mitteilungsdienst für’s Smartphonezeitalter die Misere retten oder zumindest die Verluste abmildern.

Man ist offenbar wirklich der Meinung, dass man mit Joyn die Platzhirsche von der Spitze vertreiben und Nachrichten wieder verrechnen kann. Ich schnalle gerade überhaupt nicht wie die Netzbetreiber auf das schmale Brett kommen und hoffen, die Hoheit wieder zurück zu bekommen. Längst haben kostenlose oder zumindest kostengünstigere Alternativen das Heft in die Hand genommen.

So richtig aufgeregt scheint die Gemeinde wegen der Neuerung auch nicht zu sein. Bei Vodafone hat man jetzt angekündigt Joyn im August mit einer Android App an den Start zu bringeneine iPhone-App kommt dann vielleicht später nach. Die Telekom startet wohl erst im Oktober, will aber Lösungen für iOS und Androiden bereit halten.

Bei E-Plus und o2 schaut man sich die Sache noch aus der Entfernung an. Gar keine üble Idee finde ich. Sollen erstmal die großen nachschauen ob das Joyn überhaupt was taugt und ziehen dann eventuell nach.

Wie bei allen Messaging-Diensten kann man nur joynen, wenn das Gegenüber auch joynen kann – also beide die Joyn-App haben. Ich bin auf die Joyn-Preise der anderen Netzbetreiber gespannt. Wenn ich aber einen schüchternen Blick auf die Joyn-Preise der Telekom werfe, schalte ich milde lächelnd WhatsApp an und spare mir unnötig hohe Kosten.

Heise hierzu:
[…]Ab 1. April 2013 berechnet die Telekom dann Gebühren, beispielsweise im Tarif „Special Call 100“, zu dem der Kunde eine Tagesflat zubuchen kann, je „joyn Chat-Nachricht“ 19 Cent; der Versand einer Datei mit maximal 15 Megabyte schlägt mit 39 Cent zu Buche. Für Sprach- und Videoverbindungen gibt es in diesem Tarif 100 Freiminuten pro Monat, jede weitere schlägt mit 29 Cent zu Buche. Ein Videotelefonat (joyn Kamera zuschalten) zählt dabei offenbar wie zwei Sprachverbindungen – eine für Sprache eine für Video.[…]

Wie das funktionieren soll zeigt die Telekom – es ist WhatsApp mit anderen Farben.
Haha! Sorry, aber das ist (hoffentlich) ein Schuß in den Ofen. Das Geld, liebe Netzbetreiber müsst Ihr Euch wohl oder übel anders verdienen.

Veröffentlicht inNetzbetreiber


"SMS Nachfolger – Wer braucht oder will Joyn?" wurde am 24. Juli 2012 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

3 Kommentare

  1. der Rick der Rick

    Hallo Jannewap,

    ich fasse zusammen. Teleko(tz)m Andi hat 1 x Nachricht versendet. 1x Datei gesendet. Ca. 1min. Telefoniert 60/60 ticker und 1x Video genutzt.

    Hier ihre Rechnung:
    1x joyn sms 19 cent
    1x joyn Datei 39 cent
    1x Sprachverbindung 29 cent
    1x joyn Videocall 29 cent

    1,06 Euro

    und das in 2 1/2 min.

    Na mein lieber Herr Telekomgesangsverein. Ich deninstalliere SOFORT aber S O F O R T What the f*** App und joyne den Gerichtsvollzieher des Inkasso nach der ersten Rechnung;-)

    Gruß der Rick

  2. Klingt super, hä? 😀
    Ich verstehe einfach nicht, wie man sich von solch einer Taktik tatsächlich noch Gewinne erhoffen kann! Eine SMS schreibe ich, weil es die Funktion/App Nachrichten bereits auf meinem Telefon gibt und ich sie einfach starten kann.

    Wer aber installiert sich denn Joyn manuell und nutzt den kostenpflichtigen Krempel dann auch noch? Tse!?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.