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Unisex – Gleichmacherei ist mal gut und mal schlecht


Unisex – Gleichmacherei, keine Unterscheidung mehr. Gleichberechtigung, Renten, Versicherungen, AGG, Landschaften dem Erdboden – überall wird munter gleich gemacht. Im Allgemeinen steckt das liebe Geld hinter diesen Maßnahmen, manchmal aber eben auch nicht.

Die böse Gleichmacherei:

Die geschlechterunabhängige Anpassung der Risikolebensversicherung ab Dezember 2012. Hier wird künfitg nicht mehr zwischen den Geschlechtern unterschieden. Was nach Gleichberechtigung aussieht, entpuppt sich als Gelddruckmaschine für die Versicherungen. Die Beiträge werden nicht im Mittel der etwaigen Risikoabsicherungen gebildet, es wird wohl der Höchstwert das Maß der Dinge werden.

Lest Euch bitte unbedingt den ganzen MM-Artikel hierzu durch. Ein kleiner Auszug:
[…]“Finanztest“ hat für seine aktuelle Ausgabe 20 große Versicherer befragt, elf haben geantwortet. Demnach verteuert sich die Risikolebensversicherung für Frauen zwischen 16 und 55 Prozent. Ein Anbieter zum Beispiel verlangt für eine Risikopolice aktuell 250 Euro Jahresbeitrag, nach dem 20. Dezember kostet der gleiche Tarif 388 Euro für die Frau. Insider berichten gegenüber manager magazin online, dass einzelne Versicherer die Risikopolicen für Frauen sogar um bis zu 70 Prozent verteuern.[…]

Erschreckend ist wiedereinmal zu sehen wie die „Kontrollbehörde“, in diesem Fall ist es die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin, die Hände in den Schoß legt und ein nettes aber auch irgendwie gleichgültiges „Wir sind nicht zuständig“ vor sich hin murmelt:

[…]Das Dilemma: Die Versicherungsaufsicht Bafin prüft lediglich, ob Prämien auskömmlich kalkuliert sind, aber nicht, ob Anbieter sie zu hoch veranschlagen. „Eine anderweitige Preiskontrolle steht der Bafin nicht zu“, erklärt ein Sprecher auf Anfrage.[…]

Was jetzt? Wenn das Thema in der Öffentlichkeit thematisiert und vielleicht sogar wirksam „vom Volke“ verurteilt wird, wird sich wohl noch etwas bis zum 21.12.2012 bewegen. Ich glaube kaum, dass die Versicherungsvertreter eine Risikolebensversicherung nach dem 21.12.2012 gerne anbieten, wenn ein potentieller Versicherungsnehmer nach Vergleichszahlen aus dem Vorjahr fragen.

Von mir gibt’s schonmal ein BUUUUUUHHHHH!

Die gute Gleichmacherei

Andererseits, wenn auch ungleich unwichtiger: pünktlich zum IFA-Start senden alle deutschen Sender endlich in einer abgestimmten und gleichen Lautstärke. Wo bisher auch mal am Krachregler gedreht wurde um den potentiellen Kunden „wachzurütteln“ wird es in Zulunft in puncto Lautstärke endlich gemäßigt zugehen.

Ab dem 31.08.2012 werden alle Sender (Privatsender, Öffentlich Rechtliche- und PayTV-Sender alle Formate, Trailer und auch die Werbung in der gleichen Lautstärke senden. Kommt mir entgegen. Bisher musste die Fernbedienung immer im Anschlag bleiben, wenn die lieben Kleinen schlafen.

Wie immer hat aber jede Regel auch wieder ihre Ausnahme:
[…]Dramaturgisch gewollte Unterschiede bei der Lautstärke innerhalb des Programms soll es aber weiter geben. Inwiefern die Sender dies ausnutzen werden, muss sich zeigen.[…]

Also, liebe Leute: Augen auf und Taschenrechner raus bei der Risikolebensversicherung und Ohren gespitzt beim fernsehen.

Quellen: Golem (Link oben) und Manager Magazin (Link auch oben).

Veröffentlicht inWirtschaft


"Unisex – Gleichmacherei ist mal gut und mal schlecht" wurde am 28. August 2012 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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