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Das hat mir keiner gesagt – die 10 Gebote zum Vertragsabschluss


Ein bisschen Rant muss sein. Hier kommt die Checkliste für alle, die einen Mobilfunkvertrag abschließen wollen. Das Ziel dieser Checkliste ist, Euch Mehrkosten zu ersparen. Was aber noch viel wichtiger ist: Mir und vielen anderen gescholtenen Menschen soll zukünftig der Satz:

„Das hat mir keiner gesagt.“

erspart werden!

Also druckt Euch diese Checkliste und nehmt endlich den Kopf aus dem Hinterteil. Wer über 18 ist, darf Verträge schließen. So ein Vertrag wird in der Regel mit einer Unterschrift quittiert und ist somit bindend. Also lest Euch einfach durch was Ihr unterschreibt! Es kann Einfluß auf Euer Portemonnaie und Euer Leben haben! Klingt hart, ist aber so.

Gewöhnt Euch dran!

Die nachfolgenden 10 Gebote beziehen sich auf den Gang in das Ladengeschäft eines Mobilfunkanbieters. Die Tipps und Hinweise sind speziell hierauf ausgelegt, können dennoch auch allgemein beachtet werden.
Los geht’s:

  1. Schließe Verträge nur für Dich selbst ab. Das Unternehmen wird Dich zur Rechenschaft ziehen wenn Zahlungen ausbleiben oder andere Vertragsbedingungen nicht erfüllt werden.
  2. Beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags fällt immer ein Anschlusspreis an. Es sei denn es findet gerade eine Aktion statt. Über diese Aktion gibt es Unterlagen. Lass Dir diese aushändigen!
  3. Es steckt immer ein wirtschaftlicher Grund hinter einem Gratis-Angebot. Also lies Dir die Konditionen durch oder frage den Verkäufer und lies.
  4. Mache Dir vor dem Abschluss Gedanken welchen Vertrag Du benötigst. Bedenke bitte folgende Punkte:

    • Kann ich die anstehenden Kosten für die kommenden 24 Monate stemmen?
    • Werde ich in absehbarer Zeit ins Ausland oder ins Gefängnis gehen?
    • In welche deutschen Netze telefoniere ich?
    • Telefoniere ich ins Ausland?
    • Telefoniere ich im Ausland?
    • Schreibe ich SMS? Sind’s Viele?
    • Hat mein Vertrag eine Flatrate für das Internet?
    • MMS sind keine SMS – eine SMS-Flatrate nutzt bei MMS nichts!
    • Der Anruf bei Sonderrufnummern kostet Geld.

  5. Es gibt keine „kostenlose SIM-Karte dazu“ für die eine Extra-Rufnummer vergeben wird. Schon gar nicht wenn Du für diese SIM-Karte wieder eine Schufa-Klausel unterzeichnen musst. Das ist in der Regel ein Neuvertrag und damit etwas, das mit Kosten verbunden ist.
  6. Zugesagte Sonderkonditionen werden in der Regel für 24 Monate gewährt. Der banale Grund: Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Warum sollte man Dir darüber hinaus irgendwelche Vergünstigungen zugestehen!?
  7. Prüfe vor Vertragsabschluss ob Du mit dem jeweiligen Anbieter dort Netz hast, wo Du Dich oft aufhältst (Zuhause, in der Arbeit, sonst wo). Du hast sicher Familie oder Bekannte, die auch beim jeweiligen Anbieter sind. Danach flennen hilft nur selten etwas.
  8. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen liegen im Ladengeschäft aus und/oder sind dem Kunden auf Verlangen vorzulegen. Also verlange die Vorlage und lies!
  9. Das Fernabsatzgesetz gilt, wenn Du Deine Ware beim Kauf nicht auf Vollständigkeit und Güte prüfen konntest. Ein Telefon im Laden zu kaufen bedeutet also, dass Du es vor dem Kauf auf Vollständigkeit und Güte prüfen kannst. Tu‘ es verdammt noch eins auch! Danach flennen hilft mal wieder nicht.
  10. Du hast alle voran gegangenen 9 Punkte gelesen und verstanden? Na dann kann’s ja losgehen! Viel Spaß mit Deinem neuen Vertrag.

Wer sich die 10 Gebote gerne mitnehmen möchte, kann sich das Blättchen gerne auch herunterladen und ausdrucken. (Klick)

Veröffentlicht inDaily BullshitMobilfunk


"Das hat mir keiner gesagt – die 10 Gebote zum Vertragsabschluss" wurde am 12. April 2013 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

2 Kommentare

  1. Darth Vader Darth Vader

    mal prima auf den Punkt (oder auf 10) gebracht, mein Imperator.
    Das sollten nun auch die verstehen, die bloß turnen, singen und wandern in der Baumschule hatten.

  2. Bummi Bummi

    Ja hätten einige das vorher gelesen hätten sie evtl. Diesen Abschnitt der Lebenserfahrung streichen können, wo Freunde nicht mehr bezahlen oder man selber mit kosten ueberfordert ist. Solch Beispiele Bringen Menschen dazu mal über ihre Taten Nachzudenken.

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