Zum Inhalt

Allianz Bank gibt seine Kunden an ein Inkasso-Büro ab


Die Allianz Bank stellt ihren Girokonto-Betrieb ein und gibt seine Kunden an ein Inkasso-Büro ab. Das betrifft all diese Kunden, die nach dem 30.06.2013 einen negativen Saldo, also salopp gesagt im Dispo sind. Diese Information bekommen Kunden natürlich nicht direkt von der Allianz-Bank aktiv mitgeteilt sondern bekommen diese Auskunft auf Nachfrage von einem Mitarbeiter der kostenlosen Hotline mitgeteilt.

Was das eigentlich Ärgerliche an diesem Umstand ist, dass man zum heutigen Tage von Seiten der Allianz Bank (Niederlassung der Oldenburgischen Landesbank) nicht sagen kann ob das Inkasso-Büro sofort Inkasso-Gebühren wegen der Abarbeitung bei einem Kunden erheben wird oder lediglich die Abwicklung übernimmt.

Allianz Bank gibt Kunden mit negativem Saldo an Inkasso-Büro abIhrer Informationspflicht ist die Allianz-Bank jedoch nachgekommen. Es gab monatsweise drei Schreiben in denen der Kunde über die Aufgabe des Giro-Betriebes mit Dispositionskredit informiert wurde. Es war also Zeit zumindest einen Teil des möglicherweise in Andpruch genommenen Dispo-Kredits auszugleichen um sauber aus der Sache auszusteigen.

Ärgerlich bleibt jedoch dass bis jetzt weder bekannt ist, an welches Inkassobüro diese Abgabe erfolgt noch ob eben direkt Inkasso-Gebühren erhoben und eingefordert werden. Dazu konnte die freundliche Lady der Allianz Bank Hotline (gratis aus Deutschland unter der Telefonnummer: 0800 45 00 130) einfach nichts sagen weil auch sie keine weiteren Informationen an die Hand bekommen hat. Da möchte ich in diesen Tagen auch nicht an der Hotline sitzen.

Mein Fazit:
Eröffne nie, nie, nie, niemals wieder ein Girokonto bei Deinem Versicherer. Ich begann bei der Dresdner Bank, die sich bekanntlich ja ebenfalls auflöste ging dann zur Allianz-Bank über bis die sich nun offenbar entschied dass Girokunden nicht so lukrativ sind, wie andere Kundenstämme und ihren Girobetrieb mal eben einstellt. Ich hasse es, Öl ins Feuer von Großkonzernen zu gießen, die sich einen Sch**ss für den Einzelnen interessieren – aber in Deutschland als Arbeitnehmer brauchts nun einmal ein Konto. Dann gehe ich doch lieber zu einer der großen Banken – da weiß ich was ich zu erwarten habe und kann die rosarote Brille daheim lassen. Da wird sie wenigstens nicht dreckig.

Veröffentlicht inWirtschaft


"Allianz Bank gibt seine Kunden an ein Inkasso-Büro ab" wurde am 5. Juni 2013 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

4 Kommentare

  1. jürgen jürgen

    Na ob da eine „Kick Back “ Vereinbarung zwischen Allianz und Inkassounternehmen besteht ? 😉

    Die Gebühren des externen Inkassobüros dürften allerdings kaum durchsetzungsfähig sein wenn ein „Schuldner“ die reine hauptforderung zweckgebunden ( nur hauptforderung) überwiesen hat

    Nutürlich nur wenn der Schuldner über diesen Sachverhalt in kenntnis ist

    Die Rechtsprechung ist eher inkassounfreundlich
    Eine Klage expl wg diesen gebühren meiner meinung nach extrem wenig wahrscheinlich

    http://sudabeh.blog.de/2012/03/24/rechtsprechung-inkassogebuehren-13299956/

  2. Stephan Stephan

    Richtig interessant wird es, wenn man in der Angelegenheit die Rechtsschutzversicherung der Allianz in Anspruch nehmen möchte…

  3. So, Info: Kunden, die mit ihrem Allianz-Konto im Dispo sind, können diesen Betrag noch bis zum 31.08.2013 verringern. Ab dem 01.09.2013 wird das Inkasso-Büro (es ist noch immer kein Name verfügbar) die Kunden mit den offenen Posten anschreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.