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Update Telekom: Mit Glasfaser noch schneller zur Drosselungsgrenze


Die Telekom baut weiter aus und will bis 2014 knapp 100 Städte an das Glasfasernetz angeschlossen haben. Damit ist VDSL möglich und somit auch schnelleres Surfen. Fein, sage ich. Dann ändert aber gar nichts an der Tatsache, dass die Telekom an der Drosselungsidee festhält. Somit geht es eigentlich nur schneller bis der Telekom-Kunde wieder in die Röhre schaut und sich auf seiner Glasfaserleitung und seinen „bis zu 100MBit/s“ ’nen Ei braten kann.

Zwar wird es Abstufungen geben, ab wann ein Kunde gedrosselt wird dennoch verhalten sich Drosselungsgrenzen zu Geschwindigkeitsunterschieden nicht gerade proportional :-/

    Die künftigen Festnetz-Obergrenzen im Einzelnen:

  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
  • Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB
  • Wer die jeweilige Grenze überschreitet, dessen Anschluss wird gedrosselt – und zwar auf 384 Kbit/s.

via SPON und danke Daniel.

Souverän muss ich den Deutschland Chef der Telekom Niek Jan van Damme dennoch nennen. Der Bundesregierung und ihrer Forderung auf flächendeckende High-Speed-Versorgung entgegnet er trocken und bestimmt und auch noch wirtschaftlich:

„[…]Wir verlegen kein Glasfaserkabel bis zur letzten Jagdhütte, das wäre nicht zu finanzieren.[…]“

Bis dato hat sich an den Plänen, seine Kunden ab dem Erreichen von 75GB Surfvolumen zu drosseln, nichts geändert. Auch die Besorgnis der Bundesregierung und die Überprüfung der geplanten DSL-Drosselung durch die BNetzA ändern wohl nichts an den Plänen. Also wird’s wohl zukünftig ganz schnell in Richtung ganz langsam gehen. Es sei denn, der Telekom-Kunde verbraucht den Mammut-Anteil seines Datenverkehrs innerhalb der kostenpflichtigen Telekom-Angebote â la Entertain. Naja, so gewinnt man auch „Neukunden“…
Telekom ausbau VDSL

via DigitalFernsehen.de

Update:
Die Telekom äußert sich nun in Person von Michael Hagspihl dem Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland zur geplanten Drosselung. Runtergebrochen geht es darum, dass weder Grenzen noch gedrosselte Geschwindigkeit in Stein gemeißelt sind und nur so ein vorbildlicher Netzausbau von Seiten der Telekom refinanzierbar und realisierbar sei.

Das ganze Interview in der Connect

Veröffentlicht inDSL


"Update Telekom: Mit Glasfaser noch schneller zur Drosselungsgrenze" wurde am 14. Juli 2013 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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