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Geht’s noch, „Beitragsservice“?


Alle 3 Monate fliegt solch ein alberner Zettel bei mir ein. Der „Beitragsservice von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio“ möchte mal wieder Geld von mir und prangert mal wieder einen Zahlungsrückstand an. Abgesehen davon, dass ich die Rechtmäßigkeit der Forderungen stark in Zweifel ziehe und den Beitrag, nur unter Vorbehalt der noch zu entscheidenden Rechtmäßigkeit des Vertrags, zahle, hält es der Beitragsservice nicht einmal für nötig, mir eine monatliche Zahlweise bereitzustellen. Die ich sehr wohl einhalte.

Jeden Monat überweise ich brav 17,98€ auf das Konto des Beitragsservice und finanziere so ein Angebot, das ich in der Tat teilweise in Anspruch nehme. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin gern bereit für Leistungen zu bezahlen und schließe deshalb auch immer wieder mal Verträge. Dann habe ich es mir aber ausgesucht, konnte mich als Vertragspartner mit den Vertragsbedingungen auseinandersetzen, eventuell nachverhandeln und am Ende entscheiden, ob ich den Vertrag eingehe. Das ist beim Rundfunkstaatsvertrag anders. Dieser hat wohl Gesetzescharakter erlangt und findet auf mich als Bürger dieser Bundesrepublik Anwendung. Ich bin kein Jurist – liest man wahrscheinlich auch ohne eine gesonderte Erwähnung heraus 🙂 – also mache ich erstmal wie mir befohlen. Mir geht’s auch nicht um den Vertrag per se sondern um die gestellten Bedingungen.

Rundfunkbeitrag Schreiben Mahnung GEZ

Ein Anruf der bei der Hotline des GEZ-Beitragsservices vor längerer Zeit brachte die Erkenntnis, dass „eine monatliche Zahlweise nicht vorgesehen sei“. Okay, das ist dann wohl das übliche „Wir hoffen auf Ihr Verständnis“. Gut nun wissen wir alle, dass man den Hotliner hier nicht vollmachen braucht, der erledigt nämlich seinen Job und teilt mit, was geht und was eben nicht. Da ich die GEZ-Rundfunkbeitragsnummer aber nach wie vor nur semibegeistert und noch ein bisschn weniger semifreiwillig mitmache, geh ich auch mal auf die „zugegeben feigen“ Barrikaden und richte meinen Dauerauftrag mit monatlicher Zahlweise ein. Ich bekomme mein Gehalt monatlich, habe monatliche Verbindlichkeiten zu erledigen und lebe deshalb mit einem monatlichen Budget. Kann ja sein, dass das der GEZ-Bande nicht passt aber das Leben is ja nunmal kein Ponyhof. Auch diesen Schriebs werde ich wieder ignorieren und schaue am Anfang des kommenden Monats artig nach, ob mein Dauerauftrag auch dieses Mal wieder gegriffen hat. Will ja keiner, dass ARD, ZDF und/oder das Deutschlandradio ihren Betrieb wegen mir einstellen müssen.


Mich sackt eigentlich auch nur eins: Kein richtiger Mensch (von denen) befasst sich so wirklich mit diesem Fall. Dieses Schreiben gehört ganz sicher zu einem vollautomatischen Mahnlauf. Es sind Serienbriefe und Zahlscheine, den ich niemals verwenden werde und es sind jedes Mal 0,62€ Porto, die hier für nichts und wieder nichts „verbrannt“ werden. Ohne Konsequenzen, ausser für die Umwelt (Papier wird aus Bäumen gemacht), für die Post (Umsatz) und für die jeweilige Recyclingfirma, die aus dem Wisch hoffentlich noch was Brauchbares bastelt statt ihn zu verbrennen und damit wieder die Umwelt zu belasten.

Die (Zwischen)Lösung ist relativ einfach: Überarbeitet die Automatisierung, erweitert die Prüfzyklen der Zahlungseingänge und zieht „Querschläger“ wie mich in Betracht, bevor Ihr solche Schreiben versendet. Das wäre schön und zumindest ein Anfang.

Ach ja noch was: Ich hab dann mal meinen Dauerauftrag auf den neuen „wohooo“ niedrigeren Betrag (17,50€ pro Monat) abgeändert:

Beitragssenkung Rundfunkbeitrag

GEZ Hotline Beitragsservice Nummer
Service-Telefon: 01806 999 555 10*
Service-Fax: 01806 999 555 01*
Service-Telefonzeiten:
Mo – Fr 7:00 – 19:00 Uhr
*20 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, 60 Cent/Anruf aus den dt. Mobilfunknetzen

Veröffentlicht inPolitik


"Geht’s noch, „Beitragsservice“?" wurde am 18. Mai 2015 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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