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Nach „Abofalle“ doppelt Geld zurück?

Die Fortsetzung einer unfreiwilligen Partnerschaft

Mein Abo aus der Abofalle bin ich los und mein Geld hab ich auch zurück. Vielleicht aber vorab eine Begriffsklärung: Ich kann bis heute nicht nachweisen, dass ich von MobiPlay wirklich in eine Abofalle gelockt wurde. Wer sich den Artikel dazu durchliest, wird auch herauslesen, dass ich es ihnen nie vorgeworfen habe. Fakt ist, dass ich ohne mein bewusstes Zutun oder ein Kaufinteresse ein Abonnement bei ihnen abgeschlossen habe – und das nicht wollte.

Rechnung Gutschrift MobiPlay 0815 DIMICO

Mein Geld (9,99€) habe ich zurück bekommen indem es als Gutschrift auf meine Rechnung gepackt wurde. Damit hätte das Thema auch durch sein können. War es aber nicht. MobiPlay kündigte ja an, meinen Vorwurf technisch prüfen zu lassen. Das ist dann offenbar auch geschehen und passierte mit der Unterstützung des Anbieters DIMICO, über den die Abrechnung läuft.

Wenn ich den Inhalt der E-Mail kurz zusammenfassen müsste, wäre mein Fazit dass wohl die linke Hand nicht weiß, was die Rechte tut: Man hat festgestellt aber nicht belegt, dass ich eindeutig über das Angebot und die anfallenden Kosten aufgeklärt wurde. Das ist falsch und das beeide ich gern. Wenn sie behaupten, dass ihr System nicht unrechtmäßig missbraucht wurde, dann haben sie, MobiPlay, Mist gebaut und wirklich in die Abofalle gelockt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der Betrag nicht über meine Mobilfunkrechnung erstattet werden könne. Auch das ist falsch, wie ich bereits im letzten Artikel erfreut bemerken durfte. Cool finde ich die Grußformel: Mit mobilen Grüßen.

Die Mail von info@mobile-info.cc in voller Länge und Herrlichkeit:

Herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Nachdem wir Gelegenheit hatten, Ihr Anliegen zu erfassen, können wir Ihnen auf der Grundlage der uns vorliegenden Informationen wie folgt Auskunft erteilen
und möchten Ihnen noch kurz die Rolle der DIMOCO näher bringen:

DIMOCO entwickelt, betreibt und vermarktet einen Mobile Transaction Hub – einen ‚Knotenpunkt‘, der Anbindungen zu Mobilfunkprovidern bündelt. DIMOCO hat daher so genannte Anbindungsverträge mit Netzbetreibern abgeschlossen. Diese Infrastruktur stellt DIMOCO wiederum Unternehmen (Diensteanbietern) zum Versand von elektronischen Nachrichten und zur Abrechnung digitaler Inhalte zur Verfügung.

Nach den uns vorliegenden Daten wurden in Ihrem Fall folgende Leistungen in Anspruch genommen:

  • Mobiltelefonnummer: 491784XXXXX4
  • Bestelldatum und –uhrzeit: 2015-12-13 um 09:28:01 Uhr
  • Art der Leistung: Content Abo
  • Preis: €9.99

Hinweise auf technische Fehler oder eine externe Manipulation durch Dritte konnten wir diesbezüglich nicht feststellen. Auch wurde der Bestellprozess
ordnungsgemäß abgewickelt und der Dienst einwandfrei erbracht. Die Bestellung erfolgte über das mobile Internet und wurde nach erfolgter Information über
die relevanten Daten (insbesondere Kosten und Kündigungsmöglichkeit) durch Klick auf den dort angeführten Bestätigungsbutton bestätigt.

Der Dienst wurde inzwischen am 2015-12-19 gekündigt.

Ab diesem Zeitpunkt fallen für Sie keine weiteren Kosten an. Wir bitten Sie allerdings zu beachten, dass die bis zur Beendigung des Dienstes angefallenen
Entgelte mit Ihrer nächsten Mobiltelefonrechnung abgerechnet werden. Da Sie mit dem Dienst anscheinend nicht zufrieden waren, möchten wir den angefallenen Betrag gerne gutschreiben. Leider ist dies über Ihre Mobilfunkabrechnung nicht möglich. Wir bitten Sie daher uns folgende Daten zu übermitteln:

  • Kontoinhaber
  • Bank Name
  • Bank Adresse
  • IBAN
  • BIC

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Überweisung um eine Auslandsüberweisung handelt und die Vollständigkeit der Daten für eine reibungslose Abwicklung unabdingbar ist.

Sollten diesbezüglich offene Fragen bestehen oder weitergehende Informationen benötigt werden, so stehen wir hierzu jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit mobilen Grüßen

Ihr Customer Service Agent
Mobile Payment Service Center

Wenn ich das richtig überblicke, hätte ich nun noch einmal 9,99€ abstauben können. Darum geht’s mir aber nicht. Ich will, dass sowas nicht wieder passiert und ich wollte mein Geld zurück. Unterm Strich muss ich aber folgendes ein nüchternes Fazit ziehen: Einen richtigen Schutz gibt es vor mobilen Abos (Abofallen) nur, wenn eine Drittanbietersperre vom Netzbetreiber gesetzt wurde oder ich nur über WLAN mobil surfe. Denn da wird meine MSISDN (Rufnummer) nicht für den Internet-Aufbau verwendet sondern eben der Internet-Zugangspunkt, über den ich surfe. Damit kann solch ein Abo kann nicht einfach so gebucht werden. Es bleibt einfach ein unschönes Thema.

Veröffentlicht inMobilfunk


"Nach „Abofalle“ doppelt Geld zurück?" wurde am 4. April 2016 verfasst. . Bitte beachte, dass die Informationen in diesem Artikel lediglich den Stand des Datums der Veröffentlichung spiegeln und sich im Laufe der Zeit geändert haben können.

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